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Intel: Leistungsstärker und stromsparender
Wirtschaft 2 Min. 19.08.2021
Neuartiger Computerprozessor

Intel: Leistungsstärker und stromsparender

Intel-Managerin Rajshree Chabukswar präsentiert während der Online-Veranstaltung einige der Neuerungen des US-Halbleiterherstellers.
Neuartiger Computerprozessor

Intel: Leistungsstärker und stromsparender

Intel-Managerin Rajshree Chabukswar präsentiert während der Online-Veranstaltung einige der Neuerungen des US-Halbleiterherstellers.
Foto: Screenshot
Wirtschaft 2 Min. 19.08.2021
Neuartiger Computerprozessor

Intel: Leistungsstärker und stromsparender

Mikrochips machen momentan vor allem Schlagzeilen, weil es an ihnen mangelt - jetzt stellt Intel Chips der neuen Generation vor.

Schlagzeilen in der Chip-Entwicklung hat in den vergangenen Jahren vor allem Apple gemacht. Der Apple M1 überzeugte mit einem großen Leistungsvermögen bei einem ungewöhnlich geringen Stromverbrauch. Nun will Intel mit einem ähnlichen Konzept kontern.

Der Halbleiter-Riese will noch in diesem Jahr eine neue Chip-Generation auf den Markt bringen, die deutlich weniger Strom verbraucht als das Vorgängermodell. Zuerst sollen die neuen Prozessoren der 12. Generation („Alder Lake“) in Desktop-PCs und Laptops für private Verbraucher auftauchen, kündigte der kalifornische Konzern am Donnerstag auf seinem „Architecture Day 2021“ an. Gleichzeitig wurde bekannt, dass Intel aus der Produktion von Hightech-Kameras aussteigt, um sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren.

80 Prozent mehr Leistung

Die Auswirkungen der neuen Chip-Architektur sind beachtlich: Im Vergleich zu den bisherigen 4-Kerne-Systemen sei die neue Architektur um 80 Prozent energieeffizienter, sagte Frank Kuypers, Technologie-Experte bei Intel, der dpa. Bei einer gleichbleibenden Energiezufuhr könne man 80 Prozent mehr Leistung aus dem 4-Kerne-System herausholen.

Die neuen Chips sind deutlich stromsparender und erzeugen zudem auch weniger Hitze als bisherige Prozessoren.
Die neuen Chips sind deutlich stromsparender und erzeugen zudem auch weniger Hitze als bisherige Prozessoren.
Foto: Intel

Um diesen Fortschritt zu erreichen, hat sich Intel dem Konzept genähert, das vor allem von Apple und Samsung in der Entwicklung eigener Chips verfolgt wird. Dabei verfügt der Chip über unterschiedliche Rechenkerne. Die einen sind auf eine möglichst hohe Leistung hin optimiert, die anderen erledigen weniger anspruchsvolle Rechenaufgaben besonders energieeffizient.


This handout image obtained June 22, 2020 courtesy of Apple Inc. shows Apple CEO Tim Cook, one of the speakers at The Apple Worldwide Developers Conference. - Because of concerns regarding COVID-19, this year�s WWDC is online. (Photo by Bernadette Simpao / Apple Inc. / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO /APPLE INC./HANDOUT " - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
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Mit dieser neuen Architektur werden PC-Hersteller wie Lenovo, HP, Dell oder Asus in die Lage versetzt, sehr leistungsfähige Rechner zu bauen, die deutlich weniger Wärme produzieren. Damit kann in vielen Fällen auch auf den Einsatz von Lüftern verzichtet werden, die viele Anwenderinnen und Anwender wegen der Geräuschkulisse als störend empfinden.

Intel wird die Alder-Lake-Prozessoren für drei verschiedene Geräteklassen anbieten: den klassischen Desktop-PC, den Laptop und für ultramobile Notebooks. In den Top-Modellen werden dann acht Performance-Kerne und acht Energiespar-Kerne im Einsatz sein.

Die neue Chip-Architektur läuft zunächst nur mit dem kommenden Microsoft-Betriebssystem Windows 11. Andere Systeme würden folgen, kündigte Kuypers an. Dafür gebe es aber noch kein konkretes Datum. Im kommenden Jahr soll die neue Chip-Architektur auch Einzug in die Rechenzentren halten. Dabei geht es vor allem um die Herausforderung, bei ständig wachsenden Rechenanforderungen von Anwendungen der Künstlichen Intelligenz den Strombedarf zu deckeln.

Intel hatte zuletzt mit anhaltenden Fertigungsproblemen und Produktverzögerungen im Kerngeschäft der x86-Prozessoren zu kämpfen. Anfang des Jahres kam es zu einem Führungswechsel. Der neue Chef Pat Gelsinger kündigte in seiner Antrittsrede vor der Intel-Belegschaft an, sich im Prozessorgeschäft von Apple nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Sein Unternehmen müsse für das PC-Ökosystem „bessere Produkte“ liefern als „jedes mögliche Ding, das eine Lifestyle-Firma aus Cupertino“ liefern könne.

Zum Kurswechsel, den Gelsinger eingeleitet hat, gehört auch der Fokus auf das Kerngeschäft. So gibt Intel die jahrelang vorangetriebene Entwicklung von Hightech-Kameras für den Einsatz in Roboter-Technik und 3D-Scannern auf.   

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