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ING-Studie: 71.000 Euro Nettofinanzvermögen pro Kopf
Wirtschaft 29.04.2016

ING-Studie: 71.000 Euro Nettofinanzvermögen pro Kopf

Das Portfolio der Luxemburger ist defensiv ausgerichtet.

ING-Studie: 71.000 Euro Nettofinanzvermögen pro Kopf

Das Portfolio der Luxemburger ist defensiv ausgerichtet.
Foto: dpa-tmn
Wirtschaft 29.04.2016

ING-Studie: 71.000 Euro Nettofinanzvermögen pro Kopf

Maxime LEMMER
Maxime LEMMER
In Luxemburg liegt das Nettofinanzvermögen bei 71.000 Euro pro Kopf. Das ist fast doppelt so viel als der EU-Durchschnitt.

(ml) - Im Gegensatz zu zahlreichen europäischen Staaten hatte die Finanzkrise in den Jahren 2008-2009 nur begrenzte Auswirkungen auf das Finanzvermögen der Einwohner Luxemburgs. Einer ING-Studie zufolge, die nun veröffentlicht wurde, haben die Luxemburger im vergangenen Jahr ein Nettofinanzvermögen von insgesamt 40 Milliarden Euro angehäuft. Die Immobilien wurden bei den Berechnungen nicht berücksichtigt.

Hierzulande beträgt das Nettofinanzvermögen pro Einwohner 71.000 Euro. Mit diesem Wert schneidet Luxemburg im internationalen Vergleich sehr gut ab. Der EU-Durchschnitt beträgt 40.000 Euro pro Kopf. Um das Nettofinanzvermögen zu berechnen, wurde der Wert des Bargeldes und der Wertpapiere addiert. Anschließend wurden die Schulden abgezogen. Das errechnete Pro-Kopf-Nettofinanzvermögen sollte man allerdings nicht überbewerten, da ein Teil der Einwohner Minderjährige sind.

Risikoscheue Haltung

In den Jahren 2002 bis 2015 ist das Finanzvermögen der luxemburgischen Haushalte sogar gestiegen. Die Gründe dafür seien vielfältig, heißt es in der Studie. Im Großherzogtum liegt die Entwicklung der Gehälter über dem europäischen Schnitt. Des Weiteren gehen die Luxemburger bei der Zusammenstellung ihres Vermögens vorsichtig vor.

Das Bargeld macht 53 Prozent des privaten Vermögens aus. Die Fonds und Aktien stellen 13 Prozent beziehungsweise zwölf Prozent dar. Diese risikoscheue Haltung sei eine Erklärung dafür, warum die großen Schwankungen auf den internationalen Finanzmärkten die hiesigen Einwohner nicht mit voller Wucht getroffen hat, heißt es in der Studie. Diese vorsichtige Herangehensweise schütze die Haushalte vor Turbulenzen auf den Börsen. In Zeiten einer Niedrigzinspolitik werfe ein derartiges Portfolio allerdings nur schwache Renditen ab.

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