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Informatiker - gute Aussichten, aber offenbar kein Traumberuf
Wirtschaft 2 Min. 12.03.2014

Informatiker - gute Aussichten, aber offenbar kein Traumberuf

Der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften ist in der ICT-Branche ungebrochen.

Informatiker - gute Aussichten, aber offenbar kein Traumberuf

Der Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften ist in der ICT-Branche ungebrochen.
Foto: Shutterstock
Wirtschaft 2 Min. 12.03.2014

Informatiker - gute Aussichten, aber offenbar kein Traumberuf

Eine neue Studie zur Qualifikation im ICT-Sektor zeigt das große Potenzial dieser "Zukunftsbranche". Die ICT-Branche in Luxemburg wächst und schafft Arbeitsplätze, doch der Nachwuchs an hochqualifizierten Fachkräften bleibt aus.

(CBu) - Die Informations- und Kommunikationstechnik (ICT) gehört weltweit zu den Wachstumsbranchen. Auch in Luxemburg ist die Dynamik der Unternehmen, die im Bereich der ICT tätig sind, ungebrochen.

Das hat allerdings zur Folge, dass das Angebot an neu entstehenden Arbeitsplätzen mitunter nicht durch die Nachfrage von genügenden hochqualifizierten Fachkräften gedeckt wird. Hier will die Politik nun gegensteuern und die Jugend für das Job-Potenzial in der ICT-Branche sensibilisieren.

Eine post-sekundäre Ausbildung, die sich mit dem Bedarf dieser Branche deckt, sei „nahezu eine Job-Garantie“, sagte Bildungsminister Claude Meisch am Mittwoch im Rahmen der Vorstellung einer im Auftrag von der Fedil, der ABBL, und ICTluxembourg durchgeführten Studie über die Berufsqualifikation im ICT-Sektor. 

Dynamik der Branche ist ungebrochen

Die Branche, die Luxemburg zu den vier prioritär geförderten Zukunftsbranchen zählt, wächst trotz Krise ungebrochen und schafft Arbeitsplätze. Laut der Studie rechnen die ICT-Unternehmen für 2014 mit 605 neuen Einstellungen. Der größte Teil der Arbeitsplätze entstehe dabei im Bereich der Entwicklung von Software und Informationssystemen.

Allerdings handelt es sich bei 90 Prozent der voraussichtlichen neuen Stellen um Angebote für hochqualifizierte Fachkräfte, die mindestens über ein „Bac +2“-Diplom verfügen. Damit gehe die Herausforderung einher, jedes Jahr genügend, zum gesuchten Profil passendes Personal zu finden, erklärte Fedil-Direktor Nicolas Soisson.

Arbeitsminister Nicolas Schmit unterstrich bei dieser Gelegenheit, dass die Regierung mehr dafür tun wolle, dass das Potenzial im Inland besser genutzt werde und die betroffenen Unternehmen nicht immer auf gut ausgebildete ausländische Kräfte zurückgreifen müssen. Dazu zähle vor allem die Verbesserung von Aus- und Weiterbildungsangeboten.

Politik will Mentalitätswechsel fördern

Dass die im Land bestehenden Angebote zur Qualifikation bisher nicht ausreichend genutzt werden, deute darauf hin, dass auch darüber hinaus „noch viel Arbeit vor uns liegt“, ergänzte Bildungsminister Meisch. Es gehe auch darum, einen Mentalitätswechsel herbeizuführen, damit die Jugendlichen mit den richtigen Kompetenzen ausgestattet werden, um ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt in den unbestrittenen Wachstumsbranchen zu erhöhen.

Es gelte die Kluft zwischen der rapiden Schaffung von neuen Nischen und Jobs und der hinterher hinkenden Ausbildung zu verkleinern. Und das sei am besten möglich, wenn sich die Jugendlichen, aber auch deren Eltern, bei ihrer Berufsentscheidung auf jene Branchen konzentrieren, in denen es noch „gut bezahlte und attraktive Jobs“ gibt. Die ICT-Branche sei jedenfalls für hochqualifizierte ein „Garant für eine erfolgversprechende Karriere“, so Meisch.

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