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Inflation in der Eurozone steigt auf 8,6 Prozent
Wirtschaft 19.07.2022
Rekordwert

Inflation in der Eurozone steigt auf 8,6 Prozent

Getrieben wurde die Teuerung erneut durch den starken Anstieg der Energiepreise, die sich zum Vorjahresmonat um 42 Prozent erhöhten.
Rekordwert

Inflation in der Eurozone steigt auf 8,6 Prozent

Getrieben wurde die Teuerung erneut durch den starken Anstieg der Energiepreise, die sich zum Vorjahresmonat um 42 Prozent erhöhten.
Foto: Christophe Gateau/dpa
Wirtschaft 19.07.2022
Rekordwert

Inflation in der Eurozone steigt auf 8,6 Prozent

Die Inflation in der Eurozone hat sich im Juni weiter beschleunigt und abermals einen Rekordwert erreicht.

(dpa) – Die Inflation in der Eurozone hat sich im Juni weiter beschleunigt und abermals einen Rekordwert erreicht. Gegenüber dem Vorjahresmonat erhöhten sich die Verbraucherpreise um 8,6 Prozent, wie das Statistikamt Eurostat am Dienstag in Luxemburg mitteilte. Eine erste Schätzung wurde bestätigt. Im Vormonat waren die Lebenshaltungskosten um 8,1 Prozent gestiegen.

Die Inflation im Euroraum war noch nie so hoch, seit Einführung der Gemeinschaftswährung als Buchgeld im Jahr 1999. Seit vergangenem Sommer hat sich die Teuerung kontinuierlich verstärkt, wobei zuletzt immer wieder Rekordwerte erreicht wurden. Der Krieg in der Ukraine und die harten Corona-Maßnahmen in China haben den Preisauftrieb verschärft. Letzteres führte auch in den globalen Lieferketten zu Problemen.


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Getrieben wurde die Teuerung erneut durch den starken Anstieg der Energiepreise, die sich zum Vorjahresmonat um 42 Prozent erhöhten. Lebens- und Genussmittel waren 8,2 Prozent teurer als vor einem Jahr. Unterdurchschnittlich, aber ebenfalls deutlich verteuerten sich sonstige Waren (4,3 Prozent) und Dienstleistungen (3,4 Prozent).

Höchste Inflation in den baltischen Staaten

Die Kerninflation, bei der besonders schwankungsanfällige Preise von Energie, Lebens- und Genussmitteln nicht berücksichtigt werden, sank hingegen leicht von 3,8 Prozent auf 3,7 Prozent. Die höchsten Inflationsraten im Währungsraum wiesen die drei baltischen Staaten Estland (22,0 Prozent), Lettland (19,2 Prozent) und Litauen (20,5 Prozent) auf.

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat für diesen Donnerstag eine erste Zinserhöhung seit elf Jahren in Aussicht gestellt. Im Inflationskampf hinkt sie vielen anderen Notenbanken zeitlich allerdings deutlich hinterher. Das Inflationsziel der EZB von zwei Prozent wird seit Längerem klar übertroffen.


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