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Imprimerie Faber : Übernahme nicht ausgeschlossen
Wirtschaft 17.12.2015 Aus unserem online-Archiv

Imprimerie Faber : Übernahme nicht ausgeschlossen

35 der 75 Ex-Angestellten bangen weiter um ihre Zukunft.

Imprimerie Faber : Übernahme nicht ausgeschlossen

35 der 75 Ex-Angestellten bangen weiter um ihre Zukunft.
Foto: Gerry Huberty
Wirtschaft 17.12.2015 Aus unserem online-Archiv

Imprimerie Faber : Übernahme nicht ausgeschlossen

Die insolvente Imprimerie Faber könnte womöglich von einem belgischen Unternehmen übernommen werden. Derzeit bleiben jedoch noch viele Fragen offen.

(ml) - Am 30. Oktober meldete die Imprimerie Faber in Mersch Insolvenz an. 75 Mitarbeiter verloren damals ihre Stelle. Eine Mehrheit der Angestellten war zuvor nicht bereit, den von der Direktion geforderten Lohnverzicht hinzunehmen. Inzwischen darf rund die Hälfte der betroffenen Beschäftigten aufatmen.

Einige traten in den Vorruhestand. Andere haben woanders eine Stelle gefunden, sagte OGBL-Verhandlungssekretär Pit Schreiner dem "Luxemburger Wort". Bei den meisten von ihnen handele es sich um qualifizierte Mitarbeiter. Nur wenige davon seien jetzt noch im Druckeierwesen tätig. Ungewiss bleibt hingegen die Zukunft der restlichen 40 Ex-Angestellten.

Nicht ausgeschlossen ist, dass die Imprimerie Faber von einem Interessenten übernommen wird. Darüber hatte die Gratiszeitung "L'Essentiel" am Mittwoch berichtet. Laut Schreiner könnte der potenzielle Übernehmer aus Belgien stammen.

Frist für eine Wiederaufnahme läuft bald ab

Vor einem knappen Monat seien auf dem Standort Wagen mit belgischen Erkennungstafeln gesichtet worden. Die Belgier hätten sich die Anlage im Detail angeschaut. Nähere Einzelheiten dazu gibt es derzeit noch nicht. Die Familie Faber verweigere jeden Dialog. Auch die Insolvenzverwalterin halte sich bedeckt, sagt Schreiner nach einer Rücksprache mit dem ehemaligen Präsidenten der Personalvertretung: "Für mich ist das ein Hinweis dafür, dass etwas an der Sache dran ist."

50 Personen haben beim OGBL eine Schuldforderung eingereicht. Seit die Imprimerie Faber in Konkurs ging, führt die Gewerkschaft keine Gespräche mehr mit den Verantwortlichen der Druckerei. Seitens der Familie Faber sei der Kontakt erwünscht. Ihre Vorgehensweise gegenüber dem Personal sei "jämmerlich" gewesen, so Schreiner.

Sollte sich bestätigten, dass es tatsächlich einen Käufer für die zahlungsunfähige Druckerei gibt, würde der OGBL sich wieder einschalten. Schreiner hofft, dass die eventuelle Übernahme nicht bewusst hinausgezögert wird, um damit die übrigen Arbeitnehmer nicht übernehmen zu müssen. Die Frist für eine Wiederaufnahme läuft Ende kommenden Monats ab. Falls bis dahin keine Übernahme stattgefunden hat, braucht der mögliche Käufer den Rest der Belegschaft nicht einzustellen.



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