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Impfstoff-Hoffnung lässt Börsenkurs steigen
Wirtschaft 10.11.2020 Aus unserem online-Archiv

Impfstoff-Hoffnung lässt Börsenkurs steigen

Gute Fortschritte bei der Testung eines Corona-Impfstoffs: die Nachricht beflügelt den Aktienkurs von Biontech.

Impfstoff-Hoffnung lässt Börsenkurs steigen

Gute Fortschritte bei der Testung eines Corona-Impfstoffs: die Nachricht beflügelt den Aktienkurs von Biontech.
Foto: Biontech/dpa
Wirtschaft 10.11.2020 Aus unserem online-Archiv

Impfstoff-Hoffnung lässt Börsenkurs steigen

Das Mainzer Unternehmen Biontech meldet Erfolge beim Kampf gegen Sars-Cov-2 und sorgt für einen Run auf die Aktien des Unternehmens.

(dpa/MeM) - Die Aktie des Mainzer Pharmaunternehmens Biontech steigt seit dem Sommer. Eigentlich will das Unternehmen den Kampf gegen den Krebs revolutionieren und ist mit weltweit mehr als 1.300 Mitarbeitern auf individualisierte Immuntherapien für Krebspatienten spezialisiert. Doch nun entwickelt das Unternehmen einen Corona-Impfstoff

Nach der Mitteilung vom Montagabend, dass den Forschern von Biontech Zusammenarbeit mit dem US-Pharmariesen Pfizer nun womöglich gelungen ist, einen wirkungsvollen Impfstoff gegen die Pandemie zu entdecken steigt der Aktienkurs weiter: Am Montag um fast fünf Prozent. Auch, wenn die Zulassung noch fehlt. Bislang wurde der Impfstoff weltweit an mehr als 43.000 Menschen getestet, zeige keine schweren Nebenwirkungen und habe einen Wirkungsgrad von 90 Prozent, so das Unternehmen.  

Erfahrung hat das Unternehmen mit der Entwicklung individualisierter Krebstherapien.
Erfahrung hat das Unternehmen mit der Entwicklung individualisierter Krebstherapien.
Foto: Stefan Albrecht/Biontech/dpa

Gegründet wurde Biontech von dem Onkologen Ugur Sahin und seiner Frau Özlem Türeci. Der 55 Jahre alte Sahin leitet bis heute das Unternehmen als Vorstandschef, die 53-jährige Türeci ist medizinische Geschäftsführerin. Die beiden Biontech-Gründer sind Humanmediziner.


ARCHIV - 09.04.2020, Bayern, München: Ein Patient liegt während seines Aufenthalt im Krankenhaus Großhadern in einem Intensivzimmer an einem Beatmungsgerät und einem Dialysegerät (im Vordergrund). Beatmungsgeräte gelten in der Corona-Krise als essenziell für die Behandlung von Patienten. Gleichzeitig birgt die Therapieform eine Reihe von Nebenwirkungen. Der Entzündungshemmer Dexamethason könnte die Sterberate bei schweren Covid-19-Verläufen senken. Darauf weisen vorläufige Ergebnisse einer klinischen Studie hin, die noch nicht veröffentlicht sind und bisher nicht von anderen Experten begutachtet wurden. (zu dpa «Erste Ergebnisse: Entzündungshemmer hilft bei schwerem Covid-19») Foto: Peter Kneffel/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Corona-Mittel Remdesivir erhält Freigabe für EU
Bislang gibt es gegen das Corona-Virus keinen Impfstoff und kein zugelassenes Medikament. Die europäische Arzneimittel-Agentur EMA gibt nun grünes Licht für Behandlungen von Covid-19-Patienten mit dem Medikament Remdesivir.

Sahin, der in der Türkei geboren wurde und später mit seinen Eltern nach Deutschland kam, promovierte in Köln. Die in Deutschland geborene Türeci machte ihren Doktor im saarländischen Homburg. 

„An der Goldgrube 12“ lautet übrigens die Adresse in Mainz. Aktionäre wissen das zu schätzen.

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