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Immobilienfinanzierung: Zahlreiche Grenzgänger haben Luxemburger Kredit
Wirtschaft 24.07.2017

Immobilienfinanzierung: Zahlreiche Grenzgänger haben Luxemburger Kredit

Rund 45 Prozent der hiesigen Arbeitskräfte wohnen jenseits der Grenze.

Immobilienfinanzierung: Zahlreiche Grenzgänger haben Luxemburger Kredit

Rund 45 Prozent der hiesigen Arbeitskräfte wohnen jenseits der Grenze.
Foto: Guy Jallay
Wirtschaft 24.07.2017

Immobilienfinanzierung: Zahlreiche Grenzgänger haben Luxemburger Kredit

Laurent SCHMIT
Laurent SCHMIT
32 Prozent der Grenzgänger, die in Luxemburg arbeiten, haben eine Immobilienkredit, teils in Luxemburg. Die Zinsen sind bei der Wahl ausschlaggebend. Eine Studie zeigt, dass unter den Pendlern manche deutlich vermögender sind.

(spo) - Knapp 16 Prozent der Grenzgänger, die einen Immobilienkredit aufgenommen haben, sind bei einer Bank in Luxemburg verschuldet. Zu dieser Erkenntnis kommt eine Studie, die von der luxemburgischen Zentralbank in Zusammenarbeit mit dem Luxembourg Institue of Socio-Economic Research (LISER) bei 2.414 Grenzgängern durchgeführt wurde.

77 Prozent haben sich aufgrund niedrigerer Zinsen für einen Kredit bei einer Luxemburger Bank entschieden. Diejenigen, die sich über eine Bank an ihrem Wohnort finanzieren, nennen die langfristige Beziehung zum jeweiligen Geldinstitut als Hauptgrund. Insgesamt sind 32 Prozent der Grenzpendler an einen Immobilienkredit gebunden.

Die Pendler aus den drei Nachbarländern spielen eine zentrale Rolle in der luxemburgischen Wirtschaft: Rund 45 Prozent der hiesigen Arbeitskräfte wohnen jenseits der Grenze. Im Schnitt kommen drei Viertel des gesamten Einkommens von Grenzgängerhaushalten aus Luxemburg.

Belgier sind am vermögendsten

Die Teilnehmer der Studie wurden auch nach ihrem Vermögen gefragt. Auffallend ist, dass das Vermögen belgischer Grenzgänger im Durchschnitt um mehr als 80.000 Euro höher liegt als das ihrer deutschen und französischen Kollegen. Hauptursache hierfür ist die Tatsache, dass 79 Prozent der belgischen Pendler ihr eigenes Haus besitzen. Bei den Deutschen sind es nur 60 Prozent. Nimmt man alle Grenzgänger zusammen, wohnen 71 Prozent in den eigenen vier Wänden.

Die meisten Grenzgänger sind gut ausgebildet: Die Hälfte hat einen Universitätsabschluss. Bei den belgischen Pendler sind es sogar 61 Prozent. Bei denen, die aus Deutschland kommen, sind es nur 33 Prozent. Nur 9 Prozent aller Grenzgänger haben die Sekundarschule nicht abgeschlossen.


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