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Ikea startet Onlineshop in Luxemburg

Ikea startet Onlineshop in Luxemburg

LW-ARCHIV
Wirtschaft 2 Min. 19.02.2019

Ikea startet Onlineshop in Luxemburg

Nadia DI PILLO
Nadia DI PILLO
Mit rund sechs Monaten Verspätung startet Ikea sein neues Projekt: Die Luxemburger Kunden werden rund um die Uhr online bestellen können und sich die neuen Möbelstücke bequem nach Hause liefern können.

Die Belgier kennen das Konzept seit Februar 2018, nun wird das Projekt auf den luxemburgischen Markt ausgeweitet. Rund um die Uhr können die heimischen Kunden die Möbelstücke online bestellen und bequem nach Hause liefern lassen.

„Wir freuen uns, unseren luxemburgischen Kunden ein zusätzliches Angebot zur Verfügung stellen zu können“, sagt Catherine Bendayan, General Manager von IKEA Belgien.

Für Ikea werden die Lieferungen nach Hause ein immer größeres Geschäftsfeld: Die Onlinebestellungen steigen. „Die Lieferungen nach Luxemburg werden von Arlon aus getätigt“, teilt der Möbelgigant in einer Pressemitteilung mit.

Neue Strategie

Lange hat Ikea auf die großen Verkaufshäuser am Rande von Städten gesetzt. Doch das Konzept geht nicht mehr auf. Die Schweden wollen ihre Strategie ändern und sich im Internet anders präsentieren. Priorität soll dabei sein, die gesamte Produktpalette online in allen Ländern anzubieten. Das neue Konzept wurde im Februar 2018 in Belgien umgesetzt – der Start in Luxemburg war ursprünglich für Sommer 2018 geplant.

„Was den Internethandel in Belgien anbelangt, so sind wir trotz eines verhaltenen Starts mit den bisher erzielten Ergebnissen zufrieden: 3,4 Prozent des gesamten belgischen Umsatzes stammen aus dem E-Commerce“, erklärt Zita De Coninck, E-Commerce-Manager bei IKEA Belgien. Die kleinen Pakete machen derzeit 80 Prozent der Aufträge aus; die restlichen 20 Prozent sind große Pakete und betreffen vor allem den Verkauf von Schlafzimmern.

Um den Service optimal anbieten zu können, hatte Ikea Belgien im vergangenen Jahr sein Personal aufgestockt: mehr als 120 neue Stellen wurden geschaffen, unter anderem im Logistikzentrum von Winterslag. Laut Ikea entwickeln sich die Bedürfnisse und das Kaufverhalten der Kunden immer schneller.

Der Onlineshop ist ein ergänzendes Angebot für unsere Läden, die weiterhin im Mittelpunkt stehen. Die Welt verändert sich – unsere Kunden auch. Mit dem Onlineshop bauen wir unser Angebot weiter aus. Wir verbinden das Beste aus beiden Welten“, erklärte Catherine Bendayan am vergangenen Februar.

Verkauf über Amazon

Der Möbelhändler Ikea prüft derzeit den Verkauf von Produkten bei anderen Onlinehändlern wie Amazon oder Alibaba. Vergangene Woche sagte der Chef der niederländischen Holdinggesellschaft Inter Ikea, Torbjörn Lööf, er könne sich den Aufbau einer branchenweiten Online-Plattform gut vorstellen. Ikea befinde sich aber noch nicht in Gesprächen mit Rivalen, betonte Lööf.

„Man bestimmt gerne sein eigenes Schicksal, wenn man also die Größe und die Möglichkeit hast, dann passt das“, sagte Lööf der Financial Times.

Dabei hob er den Online-Modehändler Zalando als positives Beispiel für eine solche Plattform hervor. Ikea steckt mitten in einem umfassenden Konzernumbau. Das Unternehmen testet Leasing-Konzepte für Möbel, außerdem sind kleinere Filialen in Innenstädten geplant. Neben anderen Absatzmöglichkeiten will der Möbelhändler auch die eigene Webseite verbessern.


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