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Horesca über Regierungsentscheidung "entsetzt"
Wirtschaft 2 Min. 05.01.2021

Horesca über Regierungsentscheidung "entsetzt"

Der Horesca-Sektor leidet sehr unter der Corona-Krise und der erneuten Schließung.

Horesca über Regierungsentscheidung "entsetzt"

Der Horesca-Sektor leidet sehr unter der Corona-Krise und der erneuten Schließung.
Foto: Gerry Huberty
Wirtschaft 2 Min. 05.01.2021

Horesca über Regierungsentscheidung "entsetzt"

Der Horesca-Sektor reagiert mit Unverständnis auf die Entscheidung der Regierung, andere Bereiche wieder zu öffnen, während die Gastronomie geschlossen bleibt.

(SC) - Der Verband der Hoteliers, Restaurantbesitzer und Cafetiers sagt sich in einer Erklärung am Dienstagabend entsetzt über die Entscheidung der Regierung, andere Sektoren zu großen Teilen wiederzueröffnen, während die Gastronomie weiter geschlossen bleiben muss. „Alle Wirtschaftssektoren werden wiedereröffnet, Kino-, Theater- und sogar Sportveranstaltungen sind wieder erlaubt, aber der Horesca-Sektor bleibt geschlossen und ist der große Verlierer dieser Krise.“ Andere Bereiche hätten von den Feiertagen profitieren können, um Verluste wieder wett zu machen und sich Reserven anzulegen - nicht aber der Horesca-Sektor.

Zumindest die Terrassen und andere Außenbereiche hätte man wiedereröffnen können, so die Horesca in ihrer Erklärung. Schließlich sei es nicht verboten, in der Öffentlichkeit zu essen und zu trinken. Die Tatsache, dass man auch jetzt noch benachteiligt werde, ließe sich für die Horesca nur aus „dem Verhalten einiger Mitbürger“ ableiten.

Während Premierminister Xavier Bettel (DP) den privaten Bereich als Hauptinfektionsquelle hervorgehoben hat, habe Gesundheitsministerin Paulette Lenert (LSAP) die Gastronomie als Ansteckungsgefahr genannt - bis heute seien der Horesca allerdings noch keine Zahlen vorgelegt worden, die diese Aussage stützen. Da die täglichen Infektionszahlen in den vergangenen Wochen stark abgesunken seien und mittlerweile unter dem Schwellenwert von 500 liegen, sei es umso unverständlicher, dass der Horesca-Sektor weiterhin geschlossen bleibt. „Wir bedauern, dass die Sterberate im Jahr 2020 zugenommen hat, aber wir geben auch zu bedenken, dass Schnelltests sicherlich dazu beigetragen hätten, die Zahl der Neuinfektionen zu senken“, so der Verband am Dienstag. 

Sektor in „desaströser Lage“

Auch, wenn der Horesca-Sektor die neuen Hilfsmaßnahmen der Regierung für die Betroffenen Unternehmer begrüßt - die Hilfen decken nur einen Teil der laufenden Kosten. Aus diesem Grund fordert der Verband Nothilfen für alle Selbstständigen. Es gebe viele, die seit sechs Monaten keine Einnahmen mehr hätten, und deren Lebensgrundlage in Gefahr sei - eine enorme finanzielle und psychische Belastung für die Betroffenen. „Wir befinden uns ohne Eigenverschuldung in einer desaströsen Lage.“


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Um den Sektor zu unterstützen, müsse die Regierung 100 Prozent der Kosten berücksichtigen und ein beschleunigtes Verfahren für Rückzahlungen einführen. Die angebotenen Hilfen müssten an die Situation angepasst werden, um einer Welle von Schließungen zu entgehen, fordert der Horesca-Verband. „Es ist nicht der Wunsch der Gastronomie, von staatlichen Hilfen zu Leben, sondern von den Früchten ihrer Arbeit.“


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