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Höhere Preise sorgen für Gewinnsprung bei Stahlfirmen
Wirtschaft 2 Min. 11.08.2021
Halbjahresergebnisse

Höhere Preise sorgen für Gewinnsprung bei Stahlfirmen

Hohe Rohstoffpreise verhinderten noch bessere Ergebnisse in der Stahlsparte.
Halbjahresergebnisse

Höhere Preise sorgen für Gewinnsprung bei Stahlfirmen

Hohe Rohstoffpreise verhinderten noch bessere Ergebnisse in der Stahlsparte.
Foto: Hilal Özcan/dpa
Wirtschaft 2 Min. 11.08.2021
Halbjahresergebnisse

Höhere Preise sorgen für Gewinnsprung bei Stahlfirmen

Die wirtschaftliche Erholung bedeutet höhere Stahlpreise. Bei Salzgitter und Thyssenkrupp schlägt sich das auf das Ergebnis nieder.

(dpa) - Die gestiegene Nachfrage sowie höhere Preise haben das Ergebnis des Stahlkonzerns Salzgitter im ersten Halbjahr angetrieben. So erhöhte sich der Außenumsatz von 3,6 Milliarden auf 4,4 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Mittwoch in Salzgitter mitteilte. Der Gewinn vor Steuern stieg im Vergleich zum pandemiebedingt schwachen Vorjahreszeitraum massiv und erreichte 305,7 Millionen Euro. Dies ist nach Aussagen des neuen Konzernchefs Gunnar Groebler das beste Halbjahresergebnis seit mehr als zehn Jahren. Im Vorjahr hatte Salzgitter hier einen Verlust von 127,8 Millionen Euro verbucht.

Nach Steuern verdiente Salzgitter 230,6 Millionen Euro. Auch hier stand im Vorjahr ein Verlust, der sich auf 144,7 Millionen Euro belief. Die Prognose, die der Konzern zum ersten Quartal erhöht hatte, bestätigte Salzgitter nun. So soll der Umsatz 2021 auf mehr als 9 Milliarden Euro steigen und das Ergebnis vor Steuern 400 bis 600 Millionen Euro erreichen.


Wirtschaft,  Arcelor Mittal Differdange mit : S.A.R le Grand-Duc héritier, Franz Fayot, Christiane Brassel-Rausch, Michel Wurth, Roland Bastian, Thomas Georges, Georges Conter et Nazzareno Beni, Foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
Bei ArcelorMittal läuft das Geschäft wieder rund
Die steigende Nachfrage nach Stahl lässt nicht nur den Umsatz steigen: Nach einem Verlust im ersten Halbjahr 2020 steht unter der Bilanz für das erste Semester 2021 ein dicker Gewinn.

Das Konzept für eine CO2-arme Stahlproduktion will der neue Chef Groebler vorantreiben. „Unsere Ambition ist es, bereits Ende 2025 mit der wasserstoffbasierten Stahlerzeugung starten zu können“, sagte der Manager, der Anfang Juli den langjährigen Vorstandsvorsitzenden Heinz Jörg Fuhrmann abgelöst hatte.

Auch Erholung bei Thyssenkrupp

Auch Thyssenkrupp hat seine Erholung auch im dritten Geschäftsquartal fortgesetzt. Ergebnis, Umsatz und Auftragseingang verbesserten sich im Vergleich zum pandemiebedingt schwachen Vorjahreszeitraum spürbar, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte. So wurden zwischen April und Ende Juni die Auftragseingänge mit 8,8 Milliarden Euro fast verdoppelt. Der Umsatz nahm um 51 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro zu.

Das bereinigte operative Ergebnis (Ebit) verbesserte sich auf 266 Millionen Euro. Im Vorjahr stand hier noch ein Fehlbetrag von 693 Millionen Euro zu Buche. Auch gegenüber dem Vorquartal konnte sich Thyssenkrupp hier steigern. Die operativen Zahlen beziehen sich auf das fortgeführte Geschäft, sprich ohne die im vergangenen Sommer verkaufte Aufzugssparte. Unter dem Strich blieb ein Gewinn von 125 Millionen Euro hängen, nach einem Verlust von 678 Millionen Euro im entsprechenden Vorjahresquartal.


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Dabei profitierten die Essener von einer fortgesetzten Erholung der Nachfrage sowie ihrem Sanierungsprogramm, das weiter Früchte trägt. Allerdings verhinderten hohe Rohstoffpreise in der Stahlsparte, die nur verzögert weitergereicht werden können, sowie Lieferengpässe im Automobilzuliefergeschäft ein besseres Ergebnis.


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