Wählen Sie Ihre Nachrichten​

"Hard Brexit": Citi plant EU-Hub in Luxemburg
Wirtschaft 12.10.2017 Aus unserem online-Archiv

"Hard Brexit": Citi plant EU-Hub in Luxemburg

Citi will seine Aktivitäten an mehreren EU-Standorten verteilen, darunter Luxemburg.

"Hard Brexit": Citi plant EU-Hub in Luxemburg

Citi will seine Aktivitäten an mehreren EU-Standorten verteilen, darunter Luxemburg.
AFP
Wirtschaft 12.10.2017 Aus unserem online-Archiv

"Hard Brexit": Citi plant EU-Hub in Luxemburg

Laurent SCHMIT
Laurent SCHMIT
Die US-Großbank bereitet sich auf die Möglichkeit von Handelsbarrieren nach dem Brexit vor: In diesem Fall will Citi in der Vermögensverwaltung seine EU-Kunden von Luxemburg aus verwalten.

(las) - Die US-Großbank Citigroup wählt Luxemburg als mögliches EU-Verwaltungszentrum in seiner Private-Banking-Sparte aus, falls die Brexit-Verhandlungen zu Handelshemmnissen zwischen Großbritannien und der EU führen. "Wir bereiten uns auf das schlimmste Szenario vor, um sicher zu sein, unsere Kunden weiter betreuen zu können", so ein Citi-Sprecher auf Nachfrage.

Geplant sei ein sogenanntes "Booking Center", das sehr vermögende EU-Kunden von Luxemburg aus betreuen soll. Citi ist bereits in Gesprächen mit den Luxemburger Behörden, bestätigte die Bank.

Die Private-Banking-Sparte von Citi richtet sich an Kunden mit einem Vermögen von mindestens 25 Millionen US-Dollar, berichtet die "Financial Times". Es handelt sich dabei weitgehend um "back office"-Aktivitäten. Citi wollte keine Angaben machen, wie viele Arbeitsplätze in Luxemburg entstehen könnten. Dafür sei es noch zu früh, so ein Sprecher. "Wir wollen unsere Mitarbeiter dort einsetzen, wo die Kunden sind", schränkt er jedoch ein.

Bereits im Juli hatte Citi angekündigt ihren EU-Wertpapierhandel in Frankfurt ansiedeln zu wollen und weitere Aktivitäten unter anderem in Luxemburg, Amsterdam, Dublin, Madrid und Paris auszubauen.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Die Bären setzen auf Luxemburg
Die Schweizer Privatbank Julius Bär treibt vom Großherzogtum aus ihr Geschäft mit vermögenden EU-Kunden voran. Das „Luxemburger Wort“ sprach mit Europa-CEO Yves Robert-Charrue und Falk Fischer, CEO der Bank Julius Bär Luxembourg S.A.
15.3. Wi / ITV Yves Robert Charrue , Falk Fischer ( vrnl )  / Julius Bär Foto.Guy Jallay
Brexit: Finanzwelt schafft Fakten
Goldman Sachs, HSBC, UBS: Diese Großbanken haben kürzlich bestätigt, dass sie Tausende Mitarbeiter aus London abziehen wollen. Auch in Luxemburg erwartet man sich kurzfristig Neuankömmlinge am Finanzplatz.
Neue Banken und Fonds werden in Luxemburg erwartet - aber ohne eine große Anzahl von Mitarbeitern.