Handelsverband: „Die Zeit drängt”
Handelsverband: „Die Zeit drängt”
Die Kritik aus der Wirtschaft an den Corona-Hilfen der Regierung reißt nicht ab. Nach der Handwerksföderation veröffentlichte auch die „Confédération luxembourgeoise du commerce” (clc) eine Stellungnahme, in der sie die Maßnahmen als unzureichend und „unnötig kompliziert“ für Selbstständige und kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) kritisiert.
„Einige entmutigte Unternehmen versuchen gar nicht mehr, Beihilfen zu beantragen, weil sie glauben, dass sie diese nicht bekommen werden“, schreibt die Vereinigung. Besonders Unternehmen, die bis Anfang 2020 stark gewachsen seien und investiert hätten, würden oftmals durchs Raster fallen, weil ihr Umsatz im Vergleich zu 2019 nicht stark genug gesunken sei, dass sie die Kriterien für die Gewährung bestimmter Arten von Beihilfen erfüllen.
Darüber hinaus werde die Dauer der Krise zunehmend zu einem ernsten Problem, so die clc. Sei es am Anfang der Krise noch „moralisch vertretbar“ gewesen, dass die Unternehmen größtenteils selbst für ihre Rettung verantwortlich sind, nach zehn Monaten seien aber die Reserven der Unternehmen aufgebraucht und ihre Lage werde zunehmend bedrohlich. Die Wirtschaftsvereinigung ruft die Regierung daher zu weiteren Gesprächen mit den Arbeitgeberverbänden der betroffenen Sektoren auf, um weitergehende Maßnahmen auszuarbeiten. „Die Zeit drängt“, schließt die Pressemitteilung.
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