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Hamsterkäufe: "Keine Engpässe bei der Belieferung"
Wirtschaft 22 1 2 Min. 13.03.2020

Hamsterkäufe: "Keine Engpässe bei der Belieferung"

Leere Supermarktregale: Viele Menschen wollen ihren Vorrat aufstocken.

Hamsterkäufe: "Keine Engpässe bei der Belieferung"

Leere Supermarktregale: Viele Menschen wollen ihren Vorrat aufstocken.
Foto: Guy Jallay
Wirtschaft 22 1 2 Min. 13.03.2020

Hamsterkäufe: "Keine Engpässe bei der Belieferung"

Die Bilder der leeren Supermarktregale gehen gerade durchs Netz: Viele Menschen hierzulande sind dabei, ihren Vorrat aufzustocken. Die Regierung ist derweil um Beruhigung bemüht - laut Mittelstandsminister Lex Delles sind keine Engpässe zu fürchten.

(MeM/mbb) - Ob im Delhaize-Markt in Hesperingen oder bei Cactus in Bartringen - die Corona-Krise sorgt am Freitag für Panikkäufe im ganzen Land. Wegen der Verbreitung des Virus haben viele Menschen Angst, ihr Zuhause nicht mehr verlassen zu dürfen. Zeitweise führte der Andrang sogar zu Verkehrschaos bei den Zufahrten zu den Lebensmittelhändlern im Land, sodass die Polizei eingreifen und den Verkehr ordnen musste.  

Von Regierungsseite kommen nun beruhigende Worte: Am Rande einer Pressekonferenz am Freitag erklärte Mittelstandsminister Lex Delles, dass sich die Verbraucher keine Sorgen machen müssen. "Wir stehen in engem Kontakt mit allen großen Supermarktketten", so der Minister.

"Alle haben uns bestätigt, dass es noch definitiv genug Waren gibt." Darüber hinaus seien Engpässe bei der Belieferung nicht zu fürchten. "Die Supermarktregale können aufgefüllt werden."

Großer Andrang bei den Cactus-Supermärkten am Freitagmorgen:

Das bestätigt auch Cactus: Wie die Supermarktkette auf Nachfrage erklärt, habe der Ansturm am Donnerstag eingesetzt und sich am Freitag noch verschärft - ganze Regale werden leergeräumt und wieder aufgefüllt. Vor allem haltbare Lebensmittel wie Nudeln und Konserven werden gehamstert.


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Lieferengpässe, so Cactus, zeichnen sich aber nicht ab; die Lagerbestände seien gut, auch die Wege zu den Lieferanten kurz. Der erhebliche Zustrom von Menschen in die Geschäfte habe aber zu gelegentlichen Pannen bei bestimmten Artikeln geführt, so Cactus. "Wir verfügen über eine effiziente Versorgung mit unseren drei Depots in Windhof, Capellen und Bertrange, die es uns ermöglichen, unsere Versorgung entsprechend anzupassen und die Lieferfrequenz gegebenenfalls zu erhöhen", so das offizielle Statement der Cactus-Gruppe.

Auch der Einzelhändler Aldi spürt an seinen acht Standorten in Luxemburg mehr Verkäufe "vor allem von haltbaren Produkte und Hygieneartikeln", so die Presseabteilung der Supermarktkette.

Bei Delhaize haben sich die Verkaufszahlen am Donnerstag und Freitag verdoppelt, wie ein Sprecher der Supermarktkette auf Nachfrage erklärt. "Wir erwarten eine ähnliche Situation am Samstag." Besonders gefragt sind haltbare Lebensmittel - wie etwa Nudeln, Reis, Kaffee, Toilettenpapier und Wasser. "In den vergangenen zwei Wochen sind die Verkaufszahlen dieser Waren um 30 Prozent gestiegen." 

Engpässe bei der Belieferung sind auch nicht bei Delhaize zu fürchten, erklärt der Firmensprecher. "Wir werden weiter beliefert." Die Kunden sollen sich keine Sorgen machen, so die Firma - die Mitarbeiter haben nur derzeit Schwierigkeiten, die Supermarktregale schnell genug wieder aufzufüllen.


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