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Gründerszene fordert Rettungspaket für Start-ups
Wirtschaft 25.03.2020

Gründerszene fordert Rettungspaket für Start-ups

Start-up-Unternehmen leiden unter der Corona-Krise.

Gründerszene fordert Rettungspaket für Start-ups

Start-up-Unternehmen leiden unter der Corona-Krise.
Foto: Pierre Matgé
Wirtschaft 25.03.2020

Gründerszene fordert Rettungspaket für Start-ups

Nadia DI PILLO
Nadia DI PILLO
Das ganze Netz der Jungunternehmen in Luxemburg droht in der Corona-Krise zu verschwinden.

Die Luxemburger Gründerszene ist besorgt: Das ganze Netz der Jungunternehmen in Luxemburg droht durch die Corona-Krise zu reißen. "Auch Startup-Unternehmen leiden unter akuten Liquiditätsengpässen", sagt Jérôme Grandidier, Präsident der Fédération luxembourgeoise des startups (FLSU). Umsatzeinbrüche, Finanzinvestoren, die abspringen, und nur eingeschränkte Möglichkeiten Kosten zu reduzieren, sind ein zerstörerisches Umfeld, das die wachsende Gründerszene in Luxemburg derzeit stark ausbremst. "Schon in normalen Zeiten sind diese Unternehmen mit finanziellen Schwierigkeiten konfrontiert und haben kaum Rücklagen."


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Vor allem für Betriebe mit wenigen Mitarbeitern geht es wegen fehlender Liquidität ums Überleben.

"Keine halben Sachen machen"

Jérôme Grandidier richtet einen dringenden Appell an die Politik: "Wir sollten jetzt keine halben Sachen machen. Die Krise ist eine besondere Herausforderung. Umfassende und zielgenaue finanzielle Unterstützungsmaßnahmen sind dringend erforderlich. Wir wissen, dass die kommenden Wochen und Monate unser Ökosystem um viele Jahre zurückwerfen kann, wenn wir nicht schnell und substanziell handeln", sagt Grandidier. "Uns bleibt nicht viel Zeit", drängt er weiter. Daher fordert er ein Rettungspaket speziell für Start-ups. "Es müssen direkte Finanzhilfen für notleidende Unternehmen angeboten werden."

"Start-ups sind per se zerbrechliche Unternehmen. Es gibt ohnehin wenige finanzielle Möglichkeiten für Start-ups in Luxemburg. Ein Zahlungsaufschub für Sozialausgaben und Kredite reicht für geschwächte Unternehmen in der derzeitigen Krise nicht aus." Dazu kommt, dass Darlehen für einen gewissen Zeitraum zwar helfen können, aber dann zurückbezahlt werden müssen. Damit stehen sie als Belastung in der Bilanz, was wiederum Geldgeber abschreckt.

"Wenn die Regierung es mit der 'Startup-Nation' ernst meint, bietet sich jetzt die Gelegenheit, das zu beweisen", sagt Jérôme Grandidier.


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