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Großbritannien und Kanada unterzeichnen Handelsabkommen
Wirtschaft 22.11.2020

Großbritannien und Kanada unterzeichnen Handelsabkommen

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, spricht in einer Videokonferenz in der 10 Downing Street.

Großbritannien und Kanada unterzeichnen Handelsabkommen

Boris Johnson, Premierminister von Großbritannien, spricht in einer Videokonferenz in der 10 Downing Street.
Foto: dpa
Wirtschaft 22.11.2020

Großbritannien und Kanada unterzeichnen Handelsabkommen

Am Freitag einigten sich Großbritannien und Kanada auf ein vorläufiges Handelsabkommen. Ein Abkommen mit der EU ist derweil noch immer nicht zustande gekommen.

(dpa) - Großbritannien und Kanada haben ein vorläufiges Handelsabkommen unterzeichnet. Auf diese Weise wollen beide Staaten die Kontinuität ihrer wirtschaftlichen Beziehungen nach Ablauf der Brexit-Übergangsphase in sechs Wochen sicherstellen. Der britische Premier Boris Johnson und sein kanadischer Kollege Justin Trudeau besiegelten die Vereinbarung am Samstag in einem Videogespräch, wie das Ministerium für Internationalen Handel in London mitteilte.

Damit werde der Weg für Verhandlungen ab 2021 für ein neues, angepasstes Abkommen geebnet, hieß es in London. Großbritannien hat bereits Ende Januar die EU verlassen. Doch in der bald endenden Übergangsphase ist praktisch alles noch beim Alten geblieben. So betrieb London weiter Handel mit anderen Ländern im Rahmen der EU.


British Secretary of State for International Trade Elizabeth Truss (2nd L) and Japanese Foreign Minister Toshimitsu Motegi (R) take part in a signing ceremony for economic partnership between Japan and Britain at the Iikura Annex of the Foreign Ministry in Tokyo on October 23, 2020. (Photo by Kimimasa MAYAMA / POOL / AFP)
Großbritannien und Japan unterzeichnen Freihandelsabkommen
Nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU hat London erstmals mit einer führenden Wirtschaftsmacht ein Handelsabkommen vereinbart.

Die britische Handelskammer begrüßte die Vereinbarung mit Kanada, betonte aber, dass ähnliche Abkommen schleunigst mit wichtigen Märkten wie der Türkei und Singapur geschlossen werden müssten. Bereits im Oktober hatten sich Großbritannien und Japan auf ein bilaterales Freihandelsabkommen geeinigt, das weitgehend dem bestehenden Abkommen Tokios mit der Europäischen Union entspricht.

Der Ausgang der Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien über ein Freihandelsabkommen ist immer noch ungewiss. Ohne Vertrag droht nach dem Ende der Übergangsphase am 31. Dezember 2020 ein harter wirtschaftlicher Bruch. Die Zeit drängt; eine Entscheidung könnte zu Wochenbeginn fallen. Am Freitag sprach EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen zwar von großen Fortschritten. Doch blieben „noch etliche Meter bis zur Ziellinie“.


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