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RBS will Luxemburg-Geschäft verkaufen
Wirtschaft 27.02.2015 Aus unserem online-Archiv
Großbank in Schwierigkeiten

RBS will Luxemburg-Geschäft verkaufen

Bis ein Käufer für ihre Geschäfte in Luxemburg gefunden wird, sollen alle Geschäfte normal weiterlaufen.
Großbank in Schwierigkeiten

RBS will Luxemburg-Geschäft verkaufen

Bis ein Käufer für ihre Geschäfte in Luxemburg gefunden wird, sollen alle Geschäfte normal weiterlaufen.
AFP
Wirtschaft 27.02.2015 Aus unserem online-Archiv
Großbank in Schwierigkeiten

RBS will Luxemburg-Geschäft verkaufen

Die zwei Einheiten der Royal Bank of Scotland (RBS) in Luxemburg sollen Informationen vom Luxemburger Wort zufolge vorerst nicht schließen.

Die zwei Einheiten der Royal Bank of Scotland (RBS) in Luxemburg sollen Informationen vom Luxemburger Wort zufolge vorerst nicht schließen. Bis ein Käufer für ihre Geschäfte in Luxemburg gefunden wird, sollen alle Geschäfte normal weiterlaufen.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass die Bank alle Aktivitäten im kontinentalen Europa, dem Mittleren Osten und Afrika einstellen werde, um sich auf die Geschäfte in dem Vereinigten Königreich zu beschäftigen. Ungefähr 100 Mitarbeiter sind in Luxemburg von dieser Entscheidung betroffen.

Michaël Federeci der  Association luxembourgeoise des employés de banque et d’assurances (Aleba) hatte bereits erklärt, dass dies jedoch nicht unbedingt ein sofortiges Einstellen der Aktivitäten in Luxemburg bedeutet. Demnach besteht die Möglichkeit zwischen einer Schließung und einem Verkauf. Letzteren Weg will die schottische Bank nun einschlagen. RBS wollte die LW-Informationen offiziell weder bestätigen noch dementieren.

Verlust in Milliardenhöhe

Unterdessen trafen sich die Vertreter der Aleba gestern mit der Personaldelegation in Luxemburg, die ihnen bestätigte, noch keine weiteren Informationen von der Direktion erhalten zu haben. Mögliche Sozialpläne wurden den Gewerkschaften gegenüber jedenfalls nicht erwähnt. Erst in zwei Wochen, will die Direktion weitere Auskünfte zu der Lage geben.

In Luxemburg zählt die RBS zwei Einheiten, die RBS Luxembourg GBL auf dem Kirchberg, die für Bankengeschäfte zuständig ist, und die Fondsgesellschaft RBS Luxembourg SA in Hesperingen. Beide zählen je ungefähr 50 Angestellte.

Am Donnerstag stand bereits fest, dass eine Schließung der Fondsgesellschaft ausgeschlossen werden kann, da alle Aktivitäten normal weiterlaufen müssen bis sie auslaufen, oder ein Käufer gefunden werden kann.

Grund für das Verlassen des kontinentalen Europas sind die schweren Verluste, die die Bank in den vergangenen sieben Jahren eingefahren hat. Seit der Bankenrettung in 2008, an der sich der Staat mit 45,5 Milliarden britischen Pfund beteiligte, hat die Gesellschaft im ganzen Verluste von 50 Milliarden Pfund einbüßen müssen. Unter dem Strich häufte sich im Geschäftsjahr 2014 ein Verlust von 3,5 Milliarden Pfund an.


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