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Größte Rollenrichtmaschine der Welt: ArcelorMittal investiert kräftig in Differdingen
Die nicht mehr zeitgemäße Richtanlage in Differdingen wird modernisiert.

Größte Rollenrichtmaschine der Welt: ArcelorMittal investiert kräftig in Differdingen

Foto: Andreas Adam
Die nicht mehr zeitgemäße Richtanlage in Differdingen wird modernisiert.
Wirtschaft 24.01.2017

Größte Rollenrichtmaschine der Welt: ArcelorMittal investiert kräftig in Differdingen

Beim Neujahrsempfang von ArcelorMittal hat das Unternehmen Pläne für die kommenden Jahre angekündigt. Unter anderem sollen in Differdingen 35 Millionen Euro investiert werden.

(miz/aa) - Beim Neujahrsempfang von ArcelorMittal hat das Unternehmen am Dienstag gleich mehrere Pläne angekündigt:

In Differdingen sollen laut Roland Bastian, Generaldirektor ArcelorMittal Luxembourg, über drei Jahre hinweg 35 Millionen Euro investiert werden. Ab Juli soll die nicht mehr zeitgemäße Richtanlage der Greystraße modernisiert werden. Für die Adjustage der Stahlträger erhält das Werk dann die größte Rollenrichtmaschine der Welt.

Von einem Verkauf des Werks in Bissen war während des Empfangs keine Rede mehr. Nachdem die amerikanische Investmentgesellschaft Oaktree Capital Management ihr Kaufangebot für das ArcelorMittal-Tochterunternehmen WireSolutions, und damit auch für deren Filiale in Bissen im Sommer 2016 zurückgezogen hatte, bleibt das Werk bis auf weiteres bei ArcelorMittal.

Der Standort Bissen habe zudem einen Vertrag mit einer französischer Baumarktkette zum Vertrieb von Produkten geschlossen, hieß es.

Für den neuen Firmensitz in Luxemburg-Kirchberg wird es demnächst einen Architektenwettbewerb geben.

2016 war ein relativ gutes Jahr

Der Konzern ArcelorMittal blickt insgesamt relativ zufrieden auf 2016 zurück: Angesichts des von Überkapazitäten und Dumpingpreisen bedrohten Marktes, sei das Jahr besser verlaufen als zunächst gedacht, sagte Michel Wurth, Verwaltungsratspräsident ArcelorMittal Luxembourg. Als börsennotiertes Unternehmen dürfe man derzeit allerdings noch keine konkreten Zahlen für 2016 nennen.

Das dritte Quartal 2016 sei aber das beste seit dem vierten Quartal 2014 gewesen. 2016 ging in den ersten neun Monaten der Umsatz - im Vergleich zu 2015 - zwar von 49,6 Milliarden US-Dollar auf 42,7 zurück. Trotzdem haben sich das Betriebsergebnis und der Gewinn deutlich verbessert.

Das Ebitda des Konzerns überschritt in 2016 bereits nach neun Monaten die für das Gesamtjahr prognostizierten 4,5 Milliarden US-Dollar, und die Nettoverschuldung konnte reduziert werden.

Der chinesische Binnenmarkt sei weniger schlecht gelaufen, was sich indirekt positiv bemerkbar machte, hieß es weiter. Und es gab für ArcelorMittal ein relativ gutes Wachstum in Nordamerika und Europa.

Im Großherzogtum hatte  ArcelorMittal 2015 insgesamt 2,13 Millionen Tonnen Rohstahl produziert, für 2016 rechnet Roland Bastian mit einer ähnlichen Größenordnung.

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