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Gramegna begrüßt US-Initiative zur Mindeststeuer für Konzerne
Wirtschaft 08.04.2021

Gramegna begrüßt US-Initiative zur Mindeststeuer für Konzerne

Finanzminister Pierre Gramega ist für einen globalen Mindeststeuersatz für Konzerne.

Gramegna begrüßt US-Initiative zur Mindeststeuer für Konzerne

Finanzminister Pierre Gramega ist für einen globalen Mindeststeuersatz für Konzerne.
Foto: Anouk Antony
Wirtschaft 08.04.2021

Gramegna begrüßt US-Initiative zur Mindeststeuer für Konzerne

Thomas KLEIN
Thomas KLEIN
Pierre Gramegna signalisiert grundsätzliche Zustimmung zu einer Mindeststeuer für Großunternehmen, meldet aber schon mal Vorbehalte an.

Finanzminister Pierre Gramegna begrüßt den amerikanischen Vorstoß für einen Mindeststeuersatz für globale Konzerne. „Die Vorschläge der Biden-Regierung gehen in die richtige Richtung und sind im besten Interesse Europas und der Vereinigten Staaten“, sagte er in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Bloomberg. „Wir brauchen mehr Solidarität, wir müssen die Gewohnheit vieler multinationaler Unternehmen ändern, die versuchen, ihre Steuern nahe null zu senken.“ 

Die amerikanische Finanzministerin Janet Yellen hatte Anfang der Woche mit der Forderung einer Mindeststeuer international für Aufregung gesorgt und die Hoffnung auf ein schnelles Abkommen im Rahmen der OECD geweckt. Dadurch sollen aggressive Steuervermeidungsstrategien von Großunternehmen eingedämmt werden. 


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Trotz der grundsätzlichen Zustimmung deutete der Finanzminister an, dass es bei der konkreten Ausgestaltung des Vorhabens doch Vorbehalte aus Luxemburg geben könnte. „Es ist klar, dass einige europäische Länder, zum Beispiel kleine offene Volkswirtschaften wie die Benelux-Länder, die skandinavischen Länder und Irland, spezifische Überlegungen anstellen und vorbringen müssen, die bedacht werden müssen“, sagte er.

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