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Google will Bankkonten anbieten
Wirtschaft 2 Min. 15.11.2019

Google will Bankkonten anbieten

Nach dem mobilen Bezahlen geht Google jetzt noch einen Schritt weiter.

Google will Bankkonten anbieten

Nach dem mobilen Bezahlen geht Google jetzt noch einen Schritt weiter.
Foto: Shutterstock
Wirtschaft 2 Min. 15.11.2019

Google will Bankkonten anbieten

Marco MENG
Marco MENG
Der Suchmaschinenbetreiber baut mithilfe der Citibank seine Aktivitäten als Finanzdienstleister aus.

Google wird im nächsten Jahr Privatpersonen Girokonten anbieten, so die am Mittwoch veröffentlichten Informationen des Wall Street Journal (WSJ). 

Der Suchmaschinenbetreiber startet jedoch keine eigene Bank. Laut Google-Manager Caesar Sengupta, der dem Wall Street Journal von den Plänen erzählte, hat sich das Unternehmen dafür mit der amerikanischen Bank Citibank und der Genossenschaftsbank Credit Union der Stanford University zusammengeschlossen. Die beiden Institute werden für die Verwaltung der Konten verantwortlich sein. Das Projekt läuft unter dem Namen Google Cache. 

Ab wann es die Konten geben soll, ist noch unklar. Offen ist ebenso, ob Google auch in Europa solche Dienste anbieten will.

Tech-Riesen werden als Finanzdienstleister aktiv 

Bereits seit 2018 bietet Google sein E-Wallet „Google Pay“ auf Android-Smartphones an. Benutzer dieses Dienstes können damit im Geschäft oder online über eine mobile Anwendung bezahlen.


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Sie können auch Geld direkt an ihre Kontakte schicken, ohne dazu den Weg über eine Banküberweisung zu gehen. Facebook, Apple und Amazon haben zuletzt viel in Finanzdienstleistungen investiert. 

Apple beispielsweise bietet, als Erweiterung von Apple Pay, die virtuelle Kreditkarte Apple Card an, und arbeitet dafür mit Goldman Sachs zusammen, während das Netzwerk Facebook in den USA den Zahlungsdienst „Facebook Pay“ eingeführt hat. 

Mark Zuckerbergs Unternehmen arbeitet darüber hinaus an einer Kryptowährung namens „Libre“, von der es hofft, dass sie bei Online-Einkäufen genutzt wird. Regierungen und Zentralbanken weltweit haben sich dazu kritisch geäußert. 

Daten sollen nicht verkauft, aber genutzt werden 

Google hat mit Google Pay bereits einen Bezahldienst, der jedoch an Kreditkarten gebunden ist. Girokonten könnten nun Google ungleich mehr neue Daten bieten: Wie hoch sind die monatlichen Einkünfte, wofür, wann und wo wird wie viel ausgegeben. 

Laut WSJ hat Google mitgeteilt, dass es die über Google Pay erfassten Daten nicht für Werbezwecke verwenden und nicht an Werbekunden weitergeben werde. Man plane aber, alle Informationen zu verwenden, die Google von den Konten abrufen kann, um mit anderen Unternehmen für Dinge wie Treueprogramme zusammenzuarbeiten. 

Weltweit bewegen Konsumenten immer mehr Geld durch digitale Anwendungen. Laut Marktbeobachter wird sich 2023 das so bewegte Volumen auf 5,9 Billionen Euro summieren, hauptsächlich angetrieben durch den Onlinehandel. Heute sind es 3,7 Billionen Euro. Das Gros des digital bewegten Geldes entfällt heute auf China mit 1,4 Billionen Euro in diesem Jahr, so der aktuelle „Statista Fintech Report“.  


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