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Goodyear-Konkurrent Continental mit Milliardenverlust
Wirtschaft 12.11.2019

Goodyear-Konkurrent Continental mit Milliardenverlust

Elmar Degenhart, Continental-Vorstandschef, baut den Zuliefer-Konzern um.

Goodyear-Konkurrent Continental mit Milliardenverlust

Elmar Degenhart, Continental-Vorstandschef, baut den Zuliefer-Konzern um.
Foto: dpa
Wirtschaft 12.11.2019

Goodyear-Konkurrent Continental mit Milliardenverlust

Es geht abwärts mit dem globalen Autogeschäft, Zulieferer bekommen die sinkende Produktion in vielen Ländern zu spüren.

(dpa) - Milliardenverlust in den Büchern, sinkender Gewinn im laufenden Geschäft: Der zweitgrößte Autozulieferer Continental steht vor seinem grundlegenden Konzernumbau erheblich unter Druck.

Weil die Hannoveraner eine hohe Abschreibung verkraften müssen und zugleich die Autokonjunktur in vielen Ländern lahmt, beendeten sie das dritte Quartal tief in den roten Zahlen. Dabei dürfte auch die beschlossene Neuausrichtung hin zu mehr Elektronik und der damit einhergehende Stellenabbau in den kommenden Jahren noch teuer werden.

Unterm Strich stand bei Conti von Juli bis September ein Minus von fast zwei Milliarden Euro. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, lag dies zwar zum Großteil am „Einmaleffekt“ verringerter Firmenwerte aus früheren Übernahmen sowie ersten Kosten für das Umbauprogramm. 

Aber auch im Tagesgeschäft sank das bereinigte operative Ergebnis zuletzt deutlich um ein Fünftel auf noch knapp 615 Millionen Euro.

Vorstandschef Elmar Degenhart sprach angesichts der heiklen Lage der Branche von einer vergleichsweise soliden Entwicklung - „trotz des weiterhin rückläufigen Marktumfeldes“.


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Umwälzungen treffen Zulieferfirmen
Julian Proffitt, Präsident des Verbands der Luxemburger Autozulieferer, berichtet von den Schwierigkeiten, die die Branche treffen.

„In den kommenden fünf Jahren rechnen wir ähnlich wie andere Marktteilnehmer nicht damit, dass sich die weltweite Produktion wesentlich beleben wird“, so Finanzchef Wolfgang Schäfer. 

Die Autobranche ist in einem Umbruch zu E-Mobilität sowie vernetztem und automatisiertem Fahren. Das stellt Hersteller und Zulieferer, die bisher vor allem Verbrennungsmotoren und Teile dafür fertigten, vor Probleme.

Außerdem drückt das vielerorts nachlassende Wirtschaftswachstum auf die Verkäufe. 



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