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Gewerkschaften machen Druck
Wirtschaft 05.07.2018

Gewerkschaften machen Druck

Gewerkschaften machen Druck

Foto: Guy Jallay
Wirtschaft 05.07.2018

Gewerkschaften machen Druck

Mara BILO
Mara BILO
Im stockenden Tarifkonflikt des Bausektors rufen die Arbeitnehmerorganisationen OGBL und LCGB die Mitarbeiter zu Demonstrationen auf.

Der Dialog zwischen den Gewerkschaften und den Arbeitgebern über die Neuverhandlung eines Tarifvertrags steckt weiterhin in einer Sackgasse. Bereits im Mai dieses Jahres hatten die Gewerkschaften die Schlichtungsprozedur beantragt. Seinerzeit „eine große Überraschung“ für die Arbeitgeberseite, so Pol Faber, Generalsekretär des Groupement des Entrepreneurs.


Tarifkonflikt im Bausektor: Verhärtete Fronten
Der Dialog zwischen den Gewerkschaften und den Arbeitgebern im Bausektor ist abgerissen. Die vierte Verhandlungsrunde Ende 2017 hat das nicht ändern können. Hauptforderung ist nach wie vor eine „reelle“ Erhöhung der Gehälter.

Nun will die Arbeitnehmerorganisation OGBL den Druck erhöhen und ruft für Donnerstagabend alle Mitarbeiter des Bausektors zu einer Demonstration auf; stattfinden wird die Kundgebung an der Kreuzung Boulevard de la Pétrusse/Rue Schiller in Luxemburg-Stadt. Die LCGB ruft ihrerseits zu einer getrennten Veranstaltung am Rathausplatz in Esch/Alzette auf.

Jean-Luc De Matteis, Gewerkschaftssekretär des OGBL, erklärt: „Wir sehen keine andere Möglichkeit, weil die Arbeitgeberseite sich nach wie vor weigert, ernsthaft über unsere Forderungen für den neuen Kollektivvertrag zu verhandeln. Genug ist genug.“

Verhärtete Fronten

Seitdem die Schlichtungsprozedur eingeleitet wurde, gab es keinen Kontakt zwischen Arbeitgebern und Gewerkschaften. Aber: „Wir setzen weiterhin auf Dialog mit den Verhandlungsparteien“, erklärt Arbeitgebervertreter Pol Faber.


Ban de Gasperich - Chantier - Photo : Pierre Matgé
Tarifstreit auf dem Bau: Beredtes Schweigen
Stillstand beim Tarifkonflikt im Bausektor: Der Dialog zwischen den Gewerkschaften und den Arbeitgebern über die Neuverhandlung eines Tarifvertrags steckt weiterhin in einer Sackgasse. Aber: Der Wunsch nach weiteren Gesprächen ist auf beiden Seiten vorhanden.

In der Zwischenzeit halten sowohl die Arbeitgeberseite als auch der OGBL an ihren Positionen fest: „Unser Standpunkt ist klar und entspricht dem von Anfang des Jahres“, sagt Faber, „eine gewisse Flexibilisierung der Arbeitszeiten wird von uns gewünscht.“ In einem jüngst geführten Gespräch mit dem „Luxemburger Wort“ hatte der Generalsekretär des Arbeitgeberverbands bereits erklärt, dass es sich um eine zusätzliche Arbeitsstunde handelt.

Auch OGBL-Vertreter De Matteis bleibt beharrlich: „Unsere Forderungen haben sich nicht verändert: eine reelle Erhöhung aller Gehälter und nicht nur eine Anpassung der Lohntabellen. Und wir sind gegen eine weitere Flexibilisierung der Arbeitszeiten.“ Der erste Termin der Schlichtungsprozedur soll nächsten Mittwoch stattfinden.


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