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Geteiltes Wissen ist schon die halbe Innovation
Wirtschaft 3 Min. 15.03.2012

Geteiltes Wissen ist schon die halbe Innovation

In diesem Bäckerei-Ofen stecken viele Ideen. Der nächste Workshop der eXchange√Innovate findet am 24. September 2011 beim Ofenhersteller Hein in Strassen statt, der solche öfen herstellt.

Geteiltes Wissen ist schon die halbe Innovation

In diesem Bäckerei-Ofen stecken viele Ideen. Der nächste Workshop der eXchange√Innovate findet am 24. September 2011 beim Ofenhersteller Hein in Strassen statt, der solche öfen herstellt.
Foto: Marc Wilwert
Wirtschaft 3 Min. 15.03.2012

Geteiltes Wissen ist schon die halbe Innovation

Jedes Unternehmen steht unter dem Druck, sich und seine Produkte ständig zu erneuern. Aber einige schaffen es besser als andere. Einige dieser Vorzeige-Unternehmen laden Interessierte das ganze Jahr über im Rahmen der Initiative eXchange?Innovate zu Workshops ein und teilen ihr Wissen. Das ist schon die halbe Innovation, finden die Organisatoren und Unterstützer von eXchange?Innovate.

Jedes Unternehmen steht unter dem Druck, sich und seine Produkte ständig zu erneuern. Aber einige schaffen es besser als andere. Einige dieser Vorzeige-Unternehmen laden Interessierte das ganze Jahr über im Rahmen der Initiative eXchange√Innovate zu Workshops ein und teilen ihr Wissen. Das ist schon die halbe Innovation, finden die Organisatoren und Unterstützer von eXchange√Innovate. Das LW widmet der Initiative eine Serie, in der innovative Unternehmen vorgestellt werden.

Bessere Arbeitssicherheit, eine flotte Logistik, neue Produkte – wer hätte das nicht gern. Neue Ideen für Unternehmer liefert seit Herbst 2010 die Initiative eXchange√Innovate. In Workshops dieser Unternehmen erfahren die Teilnehmer, was die Könner richtig machen. Das LW stellt in einer Serie ab kommende Woche einige jener Unternehmen vor, von denen die anderen lernen können. Denn gerade an Hochlohnstandorten wie Luxemburg ist Innovation von besonderer Bedeutung. Bislang gab es aber keinen praktischen, systematischen Ansatz.

Übrholspur im Rampenlicht

Hinter eXchange√Innovate stehen die vier Organisatoren BGL BNP Paribas, das Centre de recherche public Henri Tudor, Ernst & Young sowie die Unternehmensberatung ProCompany Eberwein & Partner. Sie haben eine ganze Reihe bekannter Namen mit ins Boot geholt. Jeannot Krecké und seine Amtskollegin Hetto-Gaasch aus dem Mittelstandsministerium sind Schirmherren, Fedil-Präsident Robert Dennewald, Uni-Rektor Prof. Rolf Tarrach und Luxinnovations-Geschäftsführer Gilles Schlesser sind Botschafter.

Und ein Fachbeirat sucht die Seminarthemen aus, damit die Veranstaltung nicht zu einer Marketing-Aktion für Unternehmen verkommt. Ihm gehören Michèle Detaille, Chefin von No Nail Boxes, Telindus-Chef Gérard Hoffman, Ceratizit-Chef Jacques Lanners, Philippe Turk, Leiter der ZithaKlinik, sowie Prof. Edwin Kohl, Direktor von Kohlpharma, an. Alle zusammen wollen jene Unternehmen ins Rampenlicht rücken, die sich auf der Überholspur befinden.

Ähnlicher Ansatz in Deutschland

Ähnliche Ansätze gibt es außerhalb Luxemburgs schon in Deutschland mit Eunet-Top. „Das hat uns inspiriert“, verrät Ariane Eberwein, Partnerin bei der ProCompany. „Aber unsere Kunden konnten häufig nicht daran teilnehmen. Deshalb sind wir froh, dass wir jetzt eine eigene Struktur haben“, erklärt die Vertreterin der BGL BNP Paribas, Karine Schintgen. Exchange√Innovate ist Mitglied des europäischen Eunet-Top, das von der Europäischen Union gegründet wurde. Ihm gehören 500 Vorreiter-Unternehmen an, betonen die Organisatoren.

Langfristig wollen sie das Projekt in die Großregion ausdehnen. Erste Ansätze gibt es bereits; beispielsweise durch die Teilnahme des Topfherstellers Fissler oder des Pharma-Re-Importeurs und Tausendsassas, Kohlpharma. Wirtschaftsminister Jeannot Krecké hofft, dass aus dem Projekt ein Baustein wird, der zu Veränderung in den Köpfen führt.

In vielen Unternehmen ist Innovation noch immer ein diffuser Begriff. Auch damit soll die Initiative Schluss machen. Deshalb wird sie auch von Luxinnovation unterstützt. Insbesondere kleine und mittlere Unternehmen sollen sich angesprochen fühlen. Einladende Unternehmen sind vorher von den Veranstaltern in einem Audit geprüft worden. Sie müssen messbare Ergebnisse vorweisen. Die Workshops finden mit maximal zwanzig Teilnehmern vor Ort in den Unternehmen statt.

Zwanzig Workshops pro Jahr

„Wichtig ist, dass der jeweils für die Innovation Verantwortliche mit den Teilnehmern spricht“, betont Eberwein. Die Teilnehmer zahlen 280 Euro. Dafür können sie einen halbstündigen Vortrag und zwei Stunden Diskussion und Blick hinter die Kulissen erwarten. Pro Jahr sind bis zu zwanzig Workshops geplant. Erste Veranstaltungen gab es bereits in 2010 sowie in der ersten Jahreshälfte 2011. Laut den Veranstaltern bestätigen 92 Prozent der Teilnehmer einen direkten Nutzen für sich und empfehlen das Programm, weitere 82 Prozent setzten Erfahrenes in ihrem Unternehmen um.

In 2011 fanden Workshops unter anderem bei Ketterthill, Avery Dennison, Fissler, der Zithaklinik und Kohlpharma statt. Im zweiten Halbjahr diesen Jahres laden Hein Four (29.9.), Dr. G. Becker & Assoc. (11.10.), Luxembourg Air Rescue (20.11.), Bofferding (10.11.), Coplaning (23.11.), Avery Dennison (29.11.), Ketterthill (1.12.) und Imatec (8.12.) ein. Anmeldung unter: www.exchange2innovate.lu

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