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Fusionsverbot für Deutsche Börse und NYSE Euronext ist rechtens
Wirtschaft 09.03.2015 Aus unserem online-Archiv
Urteil des EU-Gerichts

Fusionsverbot für Deutsche Börse und NYSE Euronext ist rechtens

Deutsche Börse und NYSE Euronext sind auf den Finanzmärkten tätige Gesellschaften.
Urteil des EU-Gerichts

Fusionsverbot für Deutsche Börse und NYSE Euronext ist rechtens

Deutsche Börse und NYSE Euronext sind auf den Finanzmärkten tätige Gesellschaften.
afp
Wirtschaft 09.03.2015 Aus unserem online-Archiv
Urteil des EU-Gerichts

Fusionsverbot für Deutsche Börse und NYSE Euronext ist rechtens

Das EU-Gericht wies die Klage der Deutsche Börse gegen die Entscheidung der EU-Kommission, die ihre Fusion mit NYSE Euronext verboten hatte, am Montag in allen Punkten zurück.

(dpa/C.)  Deutsche Börse und NYSE Euronext sind auf den Finanzmärkten tätige Gesellschaften. Am 29. Juni 2011 meldeten sie bei der Kommission einen geplanten Zusammenschluss an, der die Errichtung einer Gesellschaft niederländischen Rechtsnamens HoldCo vorsah. Diese sollte im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots sämtliche von Deutsche Börse ausgegebenen umlaufenden Aktien im Tausch gegen ihre eigenen Aktien erwerben. Im Anschluss daran sollte eine neu gegründete und zu 100% von HoldCo gehaltene Gesellschaft amerikanischen Rechts mit NYSE Euronext fusionieren, die eine 100%-ige Tochtergesellschaft von HoldCo werden sollte. Mit Beschluss vom 1. Februar 20121 erklärte die Kommission den Zusammenschluss für mit dem Binnenmarkt unvereinbar. 

Europas oberste Wettbewerbshüter hatten den Zusammenschluss des Frankfurter Dax-Konzerns mit der New Yorker Börse wegen kartellrechtlicher Bedenken untersagt. Die Behörde fürchtete ein Quasi-Monopol auf dem Markt für europäische Finanzderivate, also Finanzwetten. Dagegen klagte die Deutsche Börse. Das Fusionsverbot für die Deutsche Börse und die New Yorker NYSE Euronext ist nach einem Urteil des EU-Gerichts rechtens. Die Entscheidung der EU-Kommission im Jahr 2012 steht damit, wie die Richter in Luxemburg am Montag entschieden (Rechtssache T-175/12).



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