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Freeport wird offiziell eingeweiht
Wirtschaft 17.09.2014 Aus unserem online-Archiv
Freihandelszone

Freeport wird offiziell eingeweiht

Beim Luxembourg Freeportwurde in puncto Sicherheit nichts dem Zufall überlassen.
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Freeport wird offiziell eingeweiht

Beim Luxembourg Freeportwurde in puncto Sicherheit nichts dem Zufall überlassen.
Agap
Wirtschaft 17.09.2014 Aus unserem online-Archiv
Freihandelszone

Freeport wird offiziell eingeweiht

22 Monate nach Beginn der Bauarbeiten öffnet das Freeport am Mittwoch seine Türen. Das Gebäude auf Findel, in dem künftig Luxusgüter gelagert werden, verschlang 55 Millionen Euro.

(ml) - Das Luxembourg Freeport auf Findel neben dem Cargo-Center wird am Mittwoch offiziell seiner neuen Bestimmung übergeben. Dabei handelt es sich um ein Hochsicherheitsgebäude, in dem Luxusgüter auf einer Fläche von 11.000 Quadratmetern ohne Einfuhrzölle gelagert werden können.  Die Mehrwertsteuer wird erst dann erhoben, wenn die Ware das Gebäude wieder verlässt. Die Bauarbeiten dauerten 22 Monate. Der Kostenpunkt liegt bei mehr als 55 Millionen Euro.

Bei der Abstimmung im Abgeordnetenhaus hatten déi Gréng gegen das Vorhaben gestimmt. Die Partei hatte damals Bedenken geäußert. Freeport mache Geldwäsche möglich, lautete damals der Vorwurf der Grünen. Freeport-Chef David Arendt, der zuvor Finanzmanager bei der Cargolux war, streitet dies vehement ab.

Der Zoll verteile zum Beispiel Lizenzen an die Speditionsfirmen, die Wertgüter transportieren. Das sei in der Schweiz zum Beispiel nicht der Fall, so Arendt. Grauzonen soll es keine geben. "Deshalb wurde ein Computerprogramm entwickelt, mit welchem alle Ein- und Ausgänge, aber auch die Behandlung der Güter innerhalb der Zone, zum Beispiel Restauration, erfasst werden", sagt Zoll-Expertin Atten-Liber.

Neue Nische

Die Regierung will mit dem logistischen Drehkreuz auf Findel ein neues wirtschaftliches Standbein schaffen. In der Europäischen Union gibt es derzeit rund 100 solcher zollfreien Lager. Luxembourg Freeport ist unter anderem darauf spezialisiert, teuren Wein zu lagern. Des Weiteren können auch Edelsteine, Luxuswagen und Gemälde dort untergebracht werden. In Europa gibt es nur zwei weitere Freeports mit einem ähnlichen Konzept.

Die Lagerung von wertvollen Kunstgegenständen könnte auch dem Mudam nutzen. Das Künstlerkollektiv Richtung 22 zeigt sich jedoch wenig erfreut.  "Kunst und Kulturgüter verschwinden hinter Beton und Stacheldraht", heißt es in einem Schreiben der Künstler. Sie bezeichnen das Freeport als ein "Kunstgefängnis". 

Bereits am Mittwochmorgen wurde der Presse ein Einblick in das Hochsicherheitsgebäude gewährt. Am späten Nachmittag ist die feierliche Einweihung in Anwesenheit von Großherzog Henri und zahlreichen Regierungsmitgliedern geplant.


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