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Frankreichs Wirtschaftsminister kündigt Anzeige in Ghosn-Affäre an
Carlos Ghosn im April 2019 nach einem Gerichtstermin.

Frankreichs Wirtschaftsminister kündigt Anzeige in Ghosn-Affäre an

Foto: AFP
Carlos Ghosn im April 2019 nach einem Gerichtstermin.
Wirtschaft 05.06.2019

Frankreichs Wirtschaftsminister kündigt Anzeige in Ghosn-Affäre an

Finanzielle Intransparenz und zweifelhafte Ausgaben in Millionenhöhe - der Skandal um Renault-Manager Carlos Ghosn zieht immer weitere Kreise. Nun droht ihm auch Ärger in Frankreich: Der Staat plant, die Justiz einzuschalten.

(dpa) - Frankreich hat in der Affäre um den früheren Renault-Spitzenmanager Carlos Ghosn rechtliche Schritte angekündigt. Es werde Anzeige erstattet, bestätigte der französische Wirtschaftsminister Bruno Le Maire am Mittwoch dem Fernsehsender BFMTV.

Wenn der Staat Aktionär eines Unternehmens sei, müsse er sicherstellen, dass dessen Führung gut funktioniere, so Le Maire. Die Justiz müsse dann in der Sache entscheiden. Frankreich hält 15 Prozent an der Renault-Gruppe. Bis wann die Anzeige eingereicht werden soll, sagte Le Maire zunächst nicht.


TOPSHOT - This screen grab from handout video released on April 9, 2019 by representatives of former Nissan chief Carlos Ghosn shows Ghosn speaking in a video message recorded before his rearrest earlier this month in Tokyo. - Japanese prosecutors rearrested Ghosn on April 4, who was out on bail, over an additional allegation that he transferred Nissan money to a dealership in Oman but siphoned off millions for personal expenses -- including the purchase of a luxury yacht. (Photo by Handout / Representatives for Carlos Ghosn / AFP) / -----EDITORS NOTE --- RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO / Representatives for Carlos Ghosn" - NO MARKETING - NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS
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Der einstige Top-Manager und Nissan-Chef sitzt in Untersuchungshaft - und rechnet in einem Video mit Ex-Kollegen ab.

Renault hatte bei einer Tochtergesellschaft in den Niederlanden zweifelhafte Ausgaben von zusammen rund elf Millionen Euro entdeckt. Wie der Renault-Verwaltungsrat am Dienstagabend mitteilte, geht es dabei unter anderem um Kosten für Flugreisen des früheren Konzernchefs Ghosn. Auch in den Niederlanden sollten nun rechtliche Schritte gegen Ghosn geprüft werden.

Eine Überprüfung der gemeinsamen Tochtergesellschaft mit dem japanischen Partner Nissan bestätigte erste Hinweise, wonach es dort ebenfalls Mängel gab im Hinblick auf die finanzielle Transparenz und Verfahren zur Ausgabenkontrolle.

Nach der Verhaftung Ghosns in Japan war das von ihm geschaffene und kontrollierte französisch-japanische Auto-Bündnis zwischen Renault, Nissan und Mitsubishi in eine schwere Krise geraten. Ghosn war ein Verstoß gegen Börsenauflagen in Japan vorgeworfen worden.


(FILES) This file photo taken on October 27, 2017 shows the all-new 2018 Ford Expedition SUV as it goes through the assembly line at the Ford Kentucky Truck Plant in Louisville, Kentucky. F
Ford posted a surprise increase in December auto sales, while General Motors and Fiat Chrysler saw declines, the companies reported on January 3, 2018. The results -- better than anticipated for Ford and GM and about as expectated for FCA -- caps a year in which US auto sales declined from 2016 records but were still expected above 17 million, a solid level.Ford sold 242,049 vehicles last month, up 0.9 percent from December 2016, as the number two US automaker credited continued strength in the F-Series pickups and other large vehicles, which increasingly are the backbone of the US car industry. / AFP PHOTO / GETTY IMAGES NORTH AMERICA / BILL PUGLIANO
Fiat Chrysler will Zusammenschluss mit Renault
Paukenschlag in der Autobranche: Fiat Chrysler will mit Renault einen weltumspannenden Konzern bilden. Doch Nissan und Mitsubishi müssten mitspielen.

Der Renault-Verwaltungsrat beriet am Mittwoch zudem über eine mögliche Fusion mit Fiat Chrysler (FCA). Die Möglichkeit werde weiterhin „mit Interesse“ geprüft, hatte Renault am Dienstagabend verlauten lassen. Es wurde erwartet, dass bald eine Entscheidung über die Aufnahme förmlicher Fusionsgespräche gefällt wird. Fiat Chrysler hatte in der vergangenen Woche seine Pläne mitgeteilt, mit Renault fusionieren und zum weltweit drittgrößten Autohersteller aufsteigen zu wollen.

Der neue Gigant würde die Marktführer Volkswagen und Toyota herausfordern. Durch die Fusion erhoffen sich die Konzerne jährliche Einsparungen von fünf Milliarden Euro. Zusammen würden sie auf 8,7 Millionen Fahrzeuge im Jahr kommen.


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