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Flyinggroup hebt ab
Wirtschaft 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

Flyinggroup hebt ab

Bernard Van Milders, CEO von Flyinggroup, vor der Cessna Citation XLS+.

Flyinggroup hebt ab

Bernard Van Milders, CEO von Flyinggroup, vor der Cessna Citation XLS+.
Marc Wilwert
Wirtschaft 15.03.2012 Aus unserem online-Archiv

Flyinggroup hebt ab

Die belgische Fluggesellschaft Flyinggroup lässt sich auf dem Findel nieder. Ihr Geschäftskonzept beruht auf dem Vermieten von Privatjets. Für etwa 1.800 Euro pro Stunde kann jeder Kunde werden.

(mk) - Es ist offiziell: Die belgische Fluggesellschaft Flyinggroup lässt sich in Luxemburg nieder. Das Konzept von Flyingroup beruht auf dem Vermieten von Privatjets. „Kunde werden kann jeder“, erläutert Bernard Van Milders, CEO von Flyinggroup. Etwa 1.800 Euro soll der exklusive Transportservice pro Stunde kosten. Daneben besteht die Möglichkeit, Anteile eines Flugzeugs zu kaufen. Für Miteigner sinkt der Preis dann auf 800 Euro.

Die Firma, die bereits eine Flotte von 23 Flugzeugen in Paris, Antwerpen, Rotterdam und Cannes unterhält, startet vom Findel aus mit zwei Maschinen. Die Cessna Citation XLS+ der vierten Generation ist ein Businessjet mittlerer Klasse mit Platz für acht Personen. Bequem und schnell lassen sich mit ihm über 2.000 Ziele in Europa ansteuern. Das Angebot regulärer Gesellschaften reduziere sich auf gerade mal 300 Flughäfen, so Van Milders.

Daneben bietet Flyinggroup eine Citation Mustang „Very Light Jet“ für vier Passagiere und zwei Piloten an. Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 630 Stundenkilometern deckt diese einen Flugradius von 1.800 Kilometern ab. Beide Maschinen sind in Luxemburg registriert, wo Flyinggroup eine Fluglizenz besitzt.

In den USA hätten Geschäftsreisende die Vorzüge von Privatjets längst erkannt, meinte Van Milders. Die Vorteile für die Kunden lägen eindeutig in der hohen Nutzungsflexibilität und einem enormen Zeitgewinn. An einem Tag ließen sich mehrere Flughäfen in verschiedenen Zonen kombinieren. Die Annehmlichkeiten der ersten Klasse sowie ein Abwickeln von Check-in und Check-out innerhalb von Minuten seien weitere Pluspunkte.

Das Unternehmen startet in Luxemburg mit einem Kapital von 500.000 Euro und peilt für das erste Betriebsjahr einen Umsatz von zwei bis drei Millionen an. Allerdings schätzt die Firma ihren potentiellen Umsatz am Luxemburger Standort auf rund zehn Millionen Euro.