Flugsicherung

"Bausch setzt die Vorteile des Findels aufs Spiel"

Die Studien zur Auslagerung der Flugsicherung liegen noch nicht vor.
Die Studien zur Auslagerung der Flugsicherung liegen noch nicht vor.
Foto: Gerry Huberty

(ml) - Derzeit gibt es noch keine Entscheidung darüber, ob die Luxemburger Flugsicherung in Zukunft mit einem ausländischen Anbieter zusammenarbeiten wird. Im Gespräch sind u. a. die Belgacontrol aus Belgien und die Deutsche Flugsicherung (DFS).

16 Vereinigungen, die im Luftfahrtsektor tätig sind, beäugen das Vorhaben jedoch kritisch. Sie befürchten eine Auslagerung mit gravierenden Folgen und sparen nicht mit Kritik an dem Nachhaltigkeitsminister.

Statt die Belange der Akteure auf dem Findel ernst zu nehmen, würde François Bausch die kritischen Anmerkungen als "absurd und falsch" abkanzeln,  heißt es in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Der Minister verfüge über keine Beweise, um eine Ausgliederung des sicherheitsrelevanten Dienstes zu rechtfertigen.

Wer berät den Minister?

Die 16 Organisationen, unter ihnen die Pilotengewerkschaft ALPL, die Fluglotsenvereinigung LACA sowie Aérosport und die Union des Pilotes Luxembourgeois UPL, haben kein Verständnis dafür, dass Bausch sich weigere, die Ratschläge der Experten zu berücksichtigen.

Des Weiteren wird die Frage aufgeworfen, wer den Minister in seiner schwerwiegenden Entscheidung berät. Ausgerechnet François Bausch, der für ein Wachstumsszenario des luxemburgischen Flughafens eintrete und in den Medien die Bedeutung des Luftfahrtbereiches hervorhebe, setze die Vorteile des Findels leichtfertig aufs Spiel.

Folgen Sie uns auf Facebook und Twitter und abonnieren Sie unseren Newsletter.