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Flaschen-Rohlinge aus Luxemburg
Zwei Milliarden solcher Flaschen-Rohlinge aus Polyethylen werden jedes Jahr im LuxPET-Werk in Niederkerschen hergestellt.

Flaschen-Rohlinge aus Luxemburg

Michel Thiel
Zwei Milliarden solcher Flaschen-Rohlinge aus Polyethylen werden jedes Jahr im LuxPET-Werk in Niederkerschen hergestellt.
Wirtschaft 15.03.2012

Flaschen-Rohlinge aus Luxemburg

Trotz der Krise ist das Interesse am Industriestandort Luxemburg nicht erloschen. Der US-Konzern Plastipak investiert rund 30 Millionen Euro in das Unternehmen LuxPET, das in seinem Werk in Niederkerschen Rohlinge Rohlinge für Plastikflaschen herstellt.

(mth) - Trotz der Krise ist das Interesse am Industriestandort Luxemburg nicht erloschen. Der US-Konzern Plastipak investiert rund 30 Millionen Euro in das Unternehmen LuxPET, das in seinem Werk in Niederkerschen Rohlinge für Plastikflaschen herstellt.

Für Wirtschaftsminister Jeannot Krecké, der das Werk am Dienstag besuchte, ein Zeichen, dass das Großherzogtum auch in einem konjunkturell schwierigen Umfeld für ausländische Unternehmen immer noch attraktiv bleibe.

LuxPET exportiert so genannte "Preforms" zur Herstellung von Polyethylen-Flaschen nach Deutschland, Benelux und Frankreich. Das Werk in der Industriezone Bommelscheier produziert 2 Milliarden solcher Rohlinge pro Jahr. Zur Flasche werden die kleinen Plastikröhren erst beim Endkunden: dort werden sie erhitzt und unter hohem Druck in einer Form zur Flasche aufgeblasen. Die Rohlinge sind wesentlich kompakter als die fertigen Flaschen und lassen sich so besser transportieren.

Neue Produktionsanalge und ein Entwicklungszentrum

Die Konzernmutter Plastipak gehört zu den weltweiten Marktführern in diesem Bereich und betreibt 22 Werke in Europa und Nord- sowie Südamerika. 25 Millionen Euro fließen in eine neue Produktionsanlage in Luxemburg, die das Herstellen von Rohlingen aus Recycling-Kunststoff erlaubt. Weitere fünf Millionen Euro fließen unterdessen in ein Forschungs- und Entwicklungszentrum für ganz Europa.

Frank Pollock, Europachef von Plastipak sagte, der Standort Luxemburg sei für sein Unternehmen interessant wegen seiner zentralen geografischen Lage und den gut ausgebildeten Arbeitskräften. Zudem seien die Beziehungen zur Regierung, die sehr viel zur Unterstützung der Wirtschaft tue, sehr viel direkter als anderswo.

Derzeit beschäftigt LuxPET rund 100 Mitarbeiter, durch die Investition sollen mittelfristig 50 Arbeitsplätze hinzu kommen - 20 davon für Hochqualifizierte im Entwicklungszentrum.