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Firmen-Insolvenzen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland gesunken
Wirtschaft 08.12.2021
Trotz Hahn-Pleite

Firmen-Insolvenzen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland gesunken

Zwei Jahre ohne Beihilfen des Landes Rheinland-Pfalz, und der Hunsrückairport musste Insolvenz anmelden.
Trotz Hahn-Pleite

Firmen-Insolvenzen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland gesunken

Zwei Jahre ohne Beihilfen des Landes Rheinland-Pfalz, und der Hunsrückairport musste Insolvenz anmelden.
Foto: dpa
Wirtschaft 08.12.2021
Trotz Hahn-Pleite

Firmen-Insolvenzen in Rheinland-Pfalz und dem Saarland gesunken

In den Nachbarbundesländern ging die Quote der Unternehmenspleiten trotz der Coronakrise im vergangenen Jahr zurück.

(dpa/lrs) – Trotz der Insolvenz des Flughafens Hahn im Hunsrück zählt Rheinland-Pfalz zu den deutschen Bundesländern mit dem geringsten Anteil überschuldeter oder zahlungsunfähiger Unternehmen. Die Insolvenzquote - Zahl der Pleiten je 10.000 Firmen - sank von 42 im vergangenen Jahr auf 34 in diesem Jahr, wie aus am Mittwoch veröffentlichten Daten der Wirtschaftsauskunftei Creditreform hervorgeht. Auch im anderen Nachbarbundesland Saarland verringerte sich die Quote von 61 auf 50.


ARCHIV - 13.04.2019, Rheinland-Pfalz, Lautzenhausen: Eine Gangway mit der Aufschrift «frankfurt hahn airport» steht auf dem Rollfeld des Flughafens Hahn. (zu dpa «Flughafen Frankfurt-Hahn GmbH meldet Insolvenz an») Foto: Andreas Arnold/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
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Auch im zweiten Corona-Jahr blieb die befürchtete Pleitewelle in der deutschen Wirtschaft aus. Creditreform zufolge ist die Zahl der Firmeninsolvenzen 2021 bundesweit dank staatlicher Hilfsmilliarden geschätzt um 10,8 Prozent auf das Rekordtief von 14.300 Fällen gesunken. „Bei den Unternehmenspleiten haben wir den niedrigsten Wert seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999 gemessen und zählen nur noch halb so viele Insolvenzen wie 2012“, erläuterte der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch.

Eine genaue Prognose für das kommende Jahr gab Creditreform nicht ab. „Wir gehen zwar nicht von einer Insolvenzwelle aus, rechnen aber mit einem Anstieg, insbesondere im Handel und der Gastronomie. Im gewerblichen Bereich dürften die Zahlen stagnieren“, sagte Hantzsch. „Alles hängt davon ab, wie sich die Pandemie weiterentwickelt und ob es wieder zu Eingriffen ins Wirtschaftsleben kommt.“


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