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Fipronil-Skandal: Luxemburg ist nicht betroffen
Wirtschaft 2 Min. 07.08.2017 Aus unserem online-Archiv

Fipronil-Skandal: Luxemburg ist nicht betroffen

Eier von einer Farm aus den Niederlanden.

Fipronil-Skandal: Luxemburg ist nicht betroffen

Eier von einer Farm aus den Niederlanden.
Foto: AFP
Wirtschaft 2 Min. 07.08.2017 Aus unserem online-Archiv

Fipronil-Skandal: Luxemburg ist nicht betroffen

Wieder verunsichert ein Lebensmittelskandal die Verbraucher. Die verseuchten Fipronil-Eier aus den Niederlanden sollen nicht in Luxemburg im Umlauf sein. Wo aber kommen die Eier in den Supermärkten dann her?

(miz) - Pferdefleisch, Dioxin und jetzt Fipronil: Ein neuer Lebensmittelskandal sorgt in der EU für Unsicherheit bei den Verbrauchern. In Luxemburg sollen laut Gesundheitsministerium keine solche Fipronil-Eier in Umlauf sein. Doch woher stammt dann die Ware, die hierzulande in den Regalen der Supermärkte steht?

Die Verantwortlichen versuchen zu beruhigen und geben an, keine Fipronil-Eier im Handel zu haben.

Bei der Supermarktkette Cactus stammen die meisten Eier direkt aus Luxemburg. Die restlichen Bestände kommen aus Belgien und Frankreich. Eier aus den Niederlanden seien bei der Luxemburger Supermarktkette momentan nicht im Verkauf, heißt es auf Nachfrage hin. Auch die Verkaufszahlen bei Eiern sei in den vergangenen Tagen nicht zurückgegangen.

Das gleiche gilt für den Verkauf beim Großhändler La Provençale. „Wir haben nur Produkte aus Luxemburg, Frankreich und Belgien im Angebot“, sagt Philippe Brulet. Auch La Provençale sei deshalb nicht vom Fipronil-Problem betroffen. Fragen hätte es von Kunden trotzdem gegeben: „Wir haben momentan schon einige Kunden, die anrufen oder uns direkt fragen, von wo unsere Eier stammen“, so Brulet weiter.

Bei Lidl Luxemburg sind nur belgische und luxemburgische Eier im Verkauf. Ein Stapel wurde zur Kontrolle an die Behörden gegeben. Doch auch bei Lidl gebe es keine Gefahr für die Kunden, so die Pressestelle des Supermarktes.

Im Juni wurden in Belgien Eier mit Fipronil von den Behörden entdeckt. Verbraucher wurden zu dem Zeitpunkt nicht informiert, da die Höchstwerte von Fipronil nicht erreicht worden waren, wie die belgischen Lebensmittelsicherheitsbehörde mitteilte. Es habe keine Gefahr für die Verbraucher gegeben.

Ein Risiko gibt es (momentan) nicht

Dr. Jean Brasseur von der Veterinärverwaltung sagt, dass Luxemburg momentan nicht vom Problem der Fipronil-Eier betroffen ist – ganz vom Tisch sei das Thema trotzdem nicht: „Die Untersuchungen dauern noch weiter an. Und es ist in solchen Fällen immer schwierig festzustellen, ob die Eier auf direktem oder indirektem Weg nach Luxemburg gelangen“, so der Experte.

Kontrollen werden auch weiterhin bei Luxemburger Produzenten von der Veterinärverwaltung durchgeführt. Bei ausländischen Herstellern dürfe man allerdings von Luxemburg aus keine Kontrollen machen. „Wir müssen den ausländischen Behörden vertrauen. Wir haben auch gar kein Anrecht darauf, Eier aus anderen Ländern zu kontrollieren“, so Dr. Brasseur weiter.

Fipronil war in den Niederlanden von der Firma Chickenfriend zur Blutlaus-Bekämpfung bei Hühnern eingesetzt worden. Auf diesem Weg ist das Insektizid in die Eier der Legehennen gelangt.

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