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Finanzplatz Luxemburg: Chinesen erwägen Einstieg bei BIL
Wirtschaft 11.07.2017

Finanzplatz Luxemburg: Chinesen erwägen Einstieg bei BIL

Die Banque Internationale a Luxembourg (BIL) befindet sich im Besitz von Precision Capital und dem 
luxemburgischen Staat.

Finanzplatz Luxemburg: Chinesen erwägen Einstieg bei BIL

Die Banque Internationale a Luxembourg (BIL) befindet sich im Besitz von Precision Capital und dem 
luxemburgischen Staat.
Foto: BIL
Wirtschaft 11.07.2017

Finanzplatz Luxemburg: Chinesen erwägen Einstieg bei BIL

Andreas ADAM
Andreas ADAM
Die chinesische Legend Holdings Corporation soll Gespräche über einen möglichen Einstieg bei der Banque Internationale à Luxembourg (BIL) führen. Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag unter Berufung auf gut informierte Kreise.

(aa) - Die chinesische Legend Holdings Corporation soll Gespräche über einen möglichen Einstieg bei der Banque Internationale à Luxembourg (BIL) führen. Das meldete die Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag  unter Berufung auf gut informierte Kreise.

Es gebe Gespräche zwischen Legend und Precision Capital, einem Investmentvehikel der königlich katarischen Familie, über den Kauf einer 90-Prozent-Beteiligung an der luxemburgischen Bank, so Reuters. Die Nachrichtenagentur zitierte Branchenexperten, die von einem Kaufpreis von einer bis anderthalb Milliarden Euro ausgehen. Die Transaktion werde wahrscheinlich in den kommenden Wochen vollzogen, hieß es.

Die BIL befindet sich im Besitz von Precision Capital (90%) und dem luxemburgischen Staat (10%). Der Reuters-Meldung zufolge ist die Legend Holdings Corporation allerdings nicht an der Übernahme der zehn Prozent des luxemburgischen Staates interessiert.

Gespräche laufen, sind aber 
noch nicht abgeschlossen

Laut einer anderen Quelle aus dem Umfeld von Hamad ibn Dschasim ibn Dschabir Al Thani, dem früheren Premierminister von Katar und Mitglied der königlichen Familie, sollen die Gespräche seitens Precision Capital über den Verkauf der Beteiligung fortgeschritten sein. Eine abschließende Vereinbarung sei jedoch noch nicht unterzeichnet worden, meldete Reuters. Die Quelle mochte sich nicht dazu äußern, ob es sich bei dem Kaufinteressenten um die Legend Holdings Corporation aus China handelt.

Das Pekinger Unternehmen Legend Holdings Corporation zählt laut handelsblatt.de zu den größten chinesischen Investment-Holdings und ist etwa größter Aktionär bei dem weltgrößten Computer-Hersteller Lenovo.

Legend Holdings möchte 
sich diversifizieren

Wie Reuters am Dienstag meldete, möchte sich Legend über das schwerfällige Geschäft mit Computern hinaus diversifizieren und hat dabei Finanzdienstleistungen in Übersee im Visier. Sollte es Legend gelingen, den Deal über die Mehrheitsbeteiligung an der BIL in trockene Tücher zu bekommen, wäre das laut Reuters die erste bedeutende europäische Transaktion, nachdem sich Legend im vergangenen Jahr eine Minderheitsbeteiligung an der britischen Pension Insurance Corporation (PIC) sichern konnte.

Legend war in der Vergangenheit u.a. schon an der österreichischen Bank Bawag interessiert, konnte das Geschäft aber nicht abschließen, meldete Reuters mit Bezug auf gut informierte Kreise.



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