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Finanzamt Trier: Über 2000 Selbstanzeigen eingegangen
Wirtschaft 14.12.2016

Finanzamt Trier: Über 2000 Selbstanzeigen eingegangen

Genau 2038 Selbstanzeigen über Kapitalanlagen und –erträge im Ausland sind bis zum vergangenen Montag eingegangen.

Finanzamt Trier: Über 2000 Selbstanzeigen eingegangen

Genau 2038 Selbstanzeigen über Kapitalanlagen und –erträge im Ausland sind bis zum vergangenen Montag eingegangen.
Foto: Anouk Antony
Wirtschaft 14.12.2016

Finanzamt Trier: Über 2000 Selbstanzeigen eingegangen

Andreas ADAM
Andreas ADAM
Zum Jahresende 2016 hat die Zahl der seit dem Jahr 2010 beim Finanzamt Trier eingegangen Selbstanzeigen die 2000er Marke überschritten.

(C./aa) - Zum Jahresende 2016 hat die Zahl der seit dem Jahr 2010 beim Finanzamt Trier eingegangen Selbstanzeigen die 2000er Marke überschritten. Genau 2038 Selbstanzeigen über Kapitalanlagen und –erträge im Ausland sind bis zum vergangenen Montag eingegangen.

Wie das „Luxemburger Wort“ 
bereits im Januar 2016 berichtete, ging die Zahl der Selbstanzeigen wegen Kapitalerträgen im Jahr 2015 erwartungsgemäß zurück, da die sogenannte „strafbefreiende Selbstanzeige“ verschärft worden war.

Wurden 2014 über 900 Selbstanzeigen gezählt, waren es 2015 nach der Maßnahme immerhin noch 334. Die Zahl der im Jahr 2016 eingegangenen Selbstanzeigen ist mit 296 immer noch relativ hoch. Bis zum Jahresende 2016 rechnet man mit einem ähnlichen Gesamtwert wie 2015.

„Die Selbstanzeigen 2016 betreffen mehrheitlich Kapitalanlagen in Luxemburg und hier insbesondere Kapitalanlagen bei der Spuerkeess“, so das Finazamt Trier. Auslöser hierfür sei sicherlich der Ankauf von Daten dieser Bank durch die nordrhein-westfälische Finanzverwaltung im Oktober 2015.

Die Anleger befürchteten die bevorstehende Entdeckung durch Auswertung der Daten-CD und wollten einer Bestrafung noch rechtzeitig vor Entdeckung durch eine strafbefreiende Selbstanzeige vorbeugen.

Die Selbstanzeigen führten seit 2010 zu Steuereinnahmen von rund 56,5 Millionen Euro. Die höchste Nachzahlung in einem Fall betrug rd. 2,6 Millionen Euro.

Für 2017 erwartet das Finanzamt Trier einen ähnlich hohen Eingang an Selbstanzeigen insbesondere vor dem Hintergrund, dass den Finanzämtern erstmals die Informationen über Zinszahlungen und Kapitalanlagen aus dem Ausland von in Deutschland wohnhaften Steuerpflichtigen nach der EU-Amtshilferichtlinie vorliegen werden.


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