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Fernsehen und Internet sind die Krisengewinner
Wirtschaft 2 Min. 12.05.2021

Fernsehen und Internet sind die Krisengewinner

Fernsehen und Internet sind die Krisengewinner

Foto: Chris Karaba
Wirtschaft 2 Min. 12.05.2021

Fernsehen und Internet sind die Krisengewinner

Roland ARENS
Roland ARENS
Das „Luxemburger Wort“ ist laut Frühjahrszahlen der TNS-Plurimedia-Studie weiter die reichweitenstärkste Tageszeitung des Landes.

Der Pandemie-bedingt steigende TV- und Internet-Konsum setzt sich fort, ebenso die hohe Nachfrage nach Zeitungsmedien, ob gedruckt oder digital. Dies zeigen die aktuellen Zahlen der TNS-Plurimedia-Studie, die zweimal im Jahr veröffentlicht werden. 

Das Luxemburger Wort bleibt demnach mit Abstand die reichweitenstärkste Tageszeitung des Landes. Als Print-Produkt wird das „Wort“ von 137.500 Lesern genutzt. Das entspricht einem Marktanteil von 26,1 Prozent. Berücksichtigt man darüber hinaus die Leser der E-Paper-Versionen der Zeitung, steigt die Gesamtreichweite auf 149.200 Leser und der Marktanteil auf 28,4 Prozent der Bevölkerung. 


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Die Stunde von TV und Online
Tageszeitungen werden auch in Krisenzeiten stark genutzt, trotz der Konkurrenz durch elektronische Medien, wie die TNS-Plurimedia-Zahlen zeigen.

Auch das „Tageblatt“ konnte seine Reichweite signifikant steigern, während die Gratiszeitung „L'Essentiel“ Leser einbüßte. 

Bei den Magazinen geht die Reichweite des „Télécran“ zurück, er bleibt aber klar Marktführer vor der „Revue“, die ebenfalls Leser verliert. Bei den Wochenzeitungen konnten sowohl „D'Lëtzebuerger Land“ als auch die „Woxx“ ihre Reichweite steigern. „Contacto“ bleibt die wichtigste Wochenzeitung bei der portugiesischsprachigen Bevölkerung. 

Klarer Zuwachs bei TV und Internet 

Die deutlichsten Zugewinne gab es im Vergleich zu der letzten Auswertung im Herbst 2020 bei den audiovisuellen Medien. Die Nutzung fast aller Fernsehprogramme als auch die von Radio und Internet legten erwartungsgemäß zu. 

So erreicht „RTL Radio Lëtzebuerg“ inzwischen 150.700 Hörer pro Tag bei einer Reichweite von 28,7 Prozent. Während „Eldoradio“ leicht verlor, konnten „L'Essentiel Radio“, das öffentlich-rechtliche „Radio 100,7“ sowie „Radio Latina“ ihre Zuhörerschaft ausbauen. 

Internet-Nutzung erstmals über 80 Prozent 

Im Bereich TV setzt sich der Trend zu einer verstärkten Nutzung fort. So steigerte „RTL Telé Lëtzebuerg“ seine Reichweite auf 22,6 Prozent und wird durchschnittlich von 119.100 Zuschauern gesehen. Vermehrt werden während der Pandemie TV-Programme zudem über das Internet gesehen. 

Die Internet-Nutzung hat erstmals die 80-Prozent-Marke überschritten. In diesem Segment konnte „rtl.lu“ seine dominante Stellung ausbauen auf jetzt 217.400 Leser (41,4 Prozent), gefolgt von „lessentiel.lu“ mit 157.000 Lesern (29,9 Prozent). 


Journalismus braucht mehr als staatliches Fördergeld
Die Anpassung der staatlichen Beihilfen für die Presse an das digitale Zeitalter ist überfällig. Aber hilft sie auch dem Journalismus?

Als führende Tageszeitung mit einem kostenpflichtigen Angebot kommt das „Luxemburger Wort“ mit „wort.lu“ knapp an die 100.000-Leser-Marke heran (19 Prozent). 

Die Studie TNS-Ilres Plurimedia wird im Auftrag der drei größten Luxemburger Medienunternehmen (Editpress, IP Luxembourg/CLT-Ufa sowie Saint-Paul Luxembourg) mit Unterstützung der Regierung durchgeführt. Befragt wurden für die Messung im ersten Halbjahr 4.000 Personen über 15 Jahre. 

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