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Fedil versucht die Ruhe zu bewahren
Wirtschaft 2 Min. 27.01.2017 Aus unserem online-Archiv
Wirtschaftsbeziehungen zu den USA

Fedil versucht die Ruhe zu bewahren

Wie wird sich Trumps Politik auf das Verhältnis zwischen den USA und Luxemburg auswirken?
Wirtschaftsbeziehungen zu den USA

Fedil versucht die Ruhe zu bewahren

Wie wird sich Trumps Politik auf das Verhältnis zwischen den USA und Luxemburg auswirken?
Foto: REUTERS
Wirtschaft 2 Min. 27.01.2017 Aus unserem online-Archiv
Wirtschaftsbeziehungen zu den USA

Fedil versucht die Ruhe zu bewahren

Präsident Donald Trump hat eine Steuer von 20 Prozent auf mexikanische Produkte angekündigt. Ein Problem, das auch Europa treffen könnte. Luxemburg reagiert nur zögerlich.

(miz/dpa) - In Luxemburg sind große amerikanische Unternehmen, wie Goodyear oder Dupont de Nemours seit Jahrzehten ansässig. Der neue US-Präsident Donald Trump hat Strafzölle auf Importe in die USA angekündigt - und das könnte auch Auswirkungen auf die US-Firmen in Luxemburg haben.

Die Fedil (Verband Luxemburgischer Industrieller) reagiert zurückhaltend auf diese Drohungen und will sich erst einmal ansehen, welche Ankündigungen von Trump auch in die Tat umgesetzt werden.

"Wir wollen den Außenhandel natürlich so aufrecht erhalten, wie wir es bis jetzt getan haben", so René Winkin, Geschäftsführer der Fedil. "Wenn sich dieses Verhältnis aber einseitig ändern wird, müssten wir auf europäischer Ebene schauen, wie sich Europa in dem Fall aufstellt, um reagieren zu können."

Luxemburg habe gute Handelsverhältnisse zu den USA und wolle diese auch so beibehalten. Es bringe aber nichts, auf jede Aussage aus Amerika zu reagieren, wenn man nicht genau wisse, was tatsächlich dahinter steckt, so Winkin.

Die Fedil will nichts überstürzen und die Entwicklungen in den USA erst einmal abwarten. Über die aktuelle Lage spreche sie mit den amerikanischen Firmen hierzulande trotzdem.

Im Jahr 2014 wurde laut Statec für 696,2 Millionen Euro nach Amerika exportiert, 2015 lag der Wert bei 691,3 Millionen. 

Trump droht Mexiko mit Steuer

Wie der Pressesprecher des Weißen Hauses, Sean Spicer, mitteilte, plane die amerikanische Regierung eine Steuer von 20 Prozent auf mexikanische Importe. Mit diesem Geld will die USA dann den Bau einer Mauer zwischen Mexiko und den USA finanzieren.

Die Fedil kommentiert die angespannten Handelsbeziehungen zwischen den beiden Staaten nur zurückhaltend: "Das ist eine Sache zwischen den USA und Mexiko", so René Winkin.

Eine Steuer von 20 Prozent könnte - neben dem Aus für das Freihandelsabkommen Nafta mit Kanada und Mexiko - in der Region eine neue Zollspirale in Gang setzen. „Vereinfacht gesagt: Jeder politische Vorschlag, der die Kosten von Corona, Tequila oder Margaritas erhöht, ist eine mordsmäßig schlechte Idee. Sehr traurig“, meint der republikanische Senator Lindsey Graham in Anspielung auf Trump und seine Botschaften.

Angesichts der Konfrontation mit Trump und der Absage eines Treffens beider Präsidenten will sich Mexiko unabhängiger von den USA machen. „Wir werden unsere wirtschaftlichen Beziehungen diversifizieren“, kündigte Präsident Enrique Peña Nieto an.

Mexiko will sein Verhältnis zu Argentinien und Brasilien stärken und das Freihandelsabkommen mit der EU modernisieren, der Handel mit Asien soll ausgebaut werden. Aber: Mexiko ist wirtschaftlich eng mit den USA verbunden. 80 Prozent der Exporte gehen in die Vereinigten Staaten. Das Handelsvolumen zwischen beiden Ländern beträgt über 500 Milliarden US-Dollar.

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