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Fage-Investitionen könnten auf über 200 Millionen steigen
Wirtschaft 09.10.2019

Fage-Investitionen könnten auf über 200 Millionen steigen

Das Gelände in Bettemburg, auf dem das Joghurtwerk errichtet werden soll.

Fage-Investitionen könnten auf über 200 Millionen steigen

Das Gelände in Bettemburg, auf dem das Joghurtwerk errichtet werden soll.
Foto: Nicolas Anen
Wirtschaft 09.10.2019

Fage-Investitionen könnten auf über 200 Millionen steigen

Thomas KLEIN
Thomas KLEIN
Die Regierung rechnet mit deutlich mehr neuen Arbeitsplätzen beim Molkereikonzern Fage.

Der griechische Joghurthersteller Fage könnte insgesamt bis zu 240 Millionen US-Dollar (etwa 219 Millionen Euro) in sein geplantes Werk im Industriegebiet von Bettemburg investieren. 

Das ging aus der Antwort von Wirtschaftsminister Etienne Schneider und Umweltministerin Carole Dieschbourg auf eine parlamentarische Frage des CSV-Abgeordneten Claude Wiseler hervor. In den ersten Ankündigungen des Unternehmens war lediglich von 100 Millionen Euro die Rede. 

Zwei Phasen 

Die beiden Minister erklären die größere Summe mit Investitionen, die Fage tätigen muss, um den Vorgaben zum Umweltschutz zu genügen. 

In ihrer Antwort unterscheiden die Minister zwei Phasen bei der Inbetriebnahme des Werks: In der ersten Phase würden Investitionen von 170 Millionen Dollar (155 Millionen Euro) fällig. Während dieser Zeit habe die Fabrik eine Produktionskapazität von jährlich 40 000 Tonnen Joghurt und werde insgesamt etwa 100 Arbeitsplätze schaffen. 


Joghurtproduzent muss sich weiter in Geduld üben
Sobald wird der griechische Joghurtproduzent Fage nicht mit der Produktion in Bettemburg beginnen können. Nun soll die Gemeinde erstmal ein erneutes Gutachten erstellen.

In der zweiten Phase würde sich die Zahl der Arbeitnehmer verdoppeln und die Produktion auf jährlich 80 000 Tonnen erhöhen. Während dieser Phase rechnet die Regierung mit weiteren Investitionen in Höhe von 70 Millionen Dollar (64 Millionen Euro). 

Bereits im Juni 2016 hatte der Molkereikonzern im Gewerbegebiet Wolser das Grundstück erworben, auf dem das Werk entstehen soll. Ursprünglich war geplant, dass die Produktion bereits 2018 anläuft. Aber noch immer ist unklar, ob das Unternehmen überhaupt die Genehmigung erhält, den Betrieb dort aufzunehmen. 

Zusätzliche Wasserkapazitäten 

Einer der Hauptstreitpunkte ist die Frage, wie die Gemeinden mit dem hohen Wasserverbrauch der Fabrik umgehen. So versicherten Schneider und Dieschbourg, dass das zuständige „Syndicat des Eaux du Sud (SES)“ in der Lage sein werde, auf eine gesteigerte Wassernachfrage zu reagieren. 

Ab 2021 gehe ein neues Wasserwerk in Eschdorf in Betrieb. Um auch während Hitzewellen keine Engpässe zu riskieren, habe das SES beim nationalen Trinkwassersyndikat SEBES zusätzliche Kapazitäten reserviert.


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