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Facebook lud Kontaktdaten von 1,5 Millionen Nutzern ungefragt hoch
Wirtschaft 18.04.2019

Facebook lud Kontaktdaten von 1,5 Millionen Nutzern ungefragt hoch

Facebook lud Kontaktdaten von 1,5 Millionen Nutzern ungefragt hoch

Foto: Lino Mirgeler/dpa
Wirtschaft 18.04.2019

Facebook lud Kontaktdaten von 1,5 Millionen Nutzern ungefragt hoch

Facebook kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Bei etlichen neuen Mitgliedern landeten Daten aus den Adressbüchern auf den Servern von Facebook - laut Unternehmen versehentlich, auch weil das Netzwerk eine umstrittene Methode der Identitätsverifizierung eingesetzt hat.

(dpa) - Facebook hat die nächste Datenschutz-Panne entdeckt: Das Online-Netzwerk lud in den vergangenen drei Jahren ohne Erlaubnis die Daten der Kontakte von bis zu 1,5 Millionen neuen Nutzern hoch. Der Fehler sei nach einer Änderung am Anmelde-Verfahren im vergangenen Monat entdeckt worden, wie Facebook am Donnerstag bestätigte.


(FILES) This illustration file picture shows the US social media Facebook logo displayed on a tablet in Paris on February 17, 2019. - Facebook said March 18, 2019 it would begin directing some of its funds to support US journalism efforts to so-called "news deserts" with little or no media coverage. The leading social network said its Journalism Project Community Network would begin taking proposals in May from areas lacking in local news coverage. Facebook, which has been blamed for accelerating the decline in legacy news organizations, said it is taking the action after its own research confirmed the growing problem of declining local news coverage in many parts of the United States. (Photo by Lionel BONAVENTURE / AFP)
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Die Daten seien mit niemandem geteilt worden und würden gelöscht. Der Fehler sei behoben und betroffene Nutzer würden informiert. Über den neuen Fehler hatte zunächst das Finanznachrichten-Portal „Business Insider“ berichtet, das zur Axel-Springer-Gruppe gehört.

Die Kontaktdaten wurden in einigen Fällen bei der Bestätigung der E-Mail-Adresse eines neuen Nutzers durch Eingabe des Passworts des Mail-Accounts hochgeladen. Facebook besaß damit die Möglichkeit, die E-Mail-Adresse des neuen Mitglieds zu bestätigen. Dieses Verfahren wurde von Facebook nach Kritik von Datenschützern wieder abgeschafft.


(FILES) In this file photo taken on January 15, 2019 a man holds a smartphone with the logo of social network Facebook in Nantes, western France. - Winning back trust is seen as the key priority for Facebook as the world's biggest social network readies its financial update on the final months of 2018 on January 30, 2019. Facebook is looking to rebound from a horrific year marked by a series of scandals over data protection and privacy, and concerns that it had been manipulated by foreign interests for political purposes. (Photo by LOIC VENANCE / AFP)
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Ein Facebook-Sprecher sagte „Business Insider“, man habe vor Mai 2016 den Anwendern angeboten, zusammen mit der Verifizierung auch freiwillig die Kontakte aus dem E-Mail-Konto hochzuladen. Somit konnte der US-Konzern den Nutzern etwa neue Freunde empfehlen. Es blieb unklar, ob Facebook die Daten auch für gezielte Werbung nutzte. Die Funktion sei dann wieder abgeschafft worden.

Der Texthinweis auf die Funktion sei tatsächlich gelöscht worden. Allerdings sei die zugrundeliegende Funktionalität nicht entfernt worden, erklärte der Sprecher. Facebook habe nicht auf die E-Mail-Inhalte der Anwender zugegriffen. Wie viele Kontaktdaten ohne einen entsprechenden Hinweis bei Facebook gelandet sind, kann nur geschätzt werden. Es können je nach Größe der jeweiligen Adressbücher mehrere hundert Millionen Datensätze sein.


An October 11, 2018 photo shows the Facebook log-in page in Washington, DC. - Facebook on October 11, 2018 said it shut down 251 accounts for breaking rules against spam and coordinated deceit, some of it by ad farms pretending to be forums for political debate. The move came as the leading social network strives to prevent the platform from being used to sow division and spread misinformation ahead of US elections in November. (Photo by MANDEL NGAN / AFP)
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Facebook waren in den vergangenen Jahren mehrere Datenschutz-Pannen unterlaufen. Unter anderem hatten mehrere Millionen Nutzer ihre Beiträge möglicherweise ungewollt mit der ganzen Welt geteilt statt nur mit Freunden.


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