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Facebook könnte in Zukunft mehr tote als lebende Nutzer haben
Wirtschaft 03.05.2019 Aus unserem online-Archiv

Facebook könnte in Zukunft mehr tote als lebende Nutzer haben

Facebook könnte in Zukunft mehr tote als lebende Nutzer haben

Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa
Wirtschaft 03.05.2019 Aus unserem online-Archiv

Facebook könnte in Zukunft mehr tote als lebende Nutzer haben

Bis zu 4,9 Milliarden Benutzer werden bis 2100 Karteileichen im wahrsten Sinne des Wortes sein, wie eine neue Studie ergab.

(dpa) - Bei Facebook könnten bis 2070 mehr tote als lebende Nutzer registriert sein. Das geht aus einer Studie des Oxford Internet Institute in Großbritannien hervor, deren Ergebnisse am Wochenende veröffentlicht wurden.


SAN JOSE, CALIFORNIA - APRIL 30: The Facebook logo is displayed during the F8 Facebook Developers conference on April 30, 2019 in San Jose, California. Facebook CEO Mark Zuckerberg delivered the opening keynote to the FB Developer conference that runs through May 1.   Justin Sullivan/Getty Images/AFP
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Auf der Grundlage von Nutzerzahlen aus dem Jahr 2018 sowie UN-Zahlen zur Bevölkerungsentwicklung weltweit berechneten die Forscher, dass mindestens 1,4 Milliarden Facebook-Mitglieder bis 2100 sterben werden. Sollte die Facebook-Gemeinde weiter wachsen wie bisher, läge die Zahl der gestorbenen Nutzer bis zum Ende des Jahrhunderts bei 4,9 Milliarden. Facebook hat derzeit nach eigenen Angaben 2,37 Milliarden aktive Nutzer weltweit.

Die wachsende Zahl gestorbener Facebook-Mitglieder werfe wichtige Fragen zum virtuellen Erbe der Nutzer auf, sagen die Forscher. „Als Gesellschaft haben wir gerade erst angefangen, diese Fragen zu stellen und wir haben noch einen langen Weg vor uns“, sagte Co-Autor Carl Öhman. Sein Kollege David Watson betonte zudem den möglichen Nutzen von Facebook-Daten als historisches Archiv menschlicher Kultur.


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Es sei wichtig, dass der Zugang zu diesen historischen Daten nicht nur einem einzigen profitorientierten Unternehmen zur Verfügung stünden. „Es ist auch wichtig sicherzustellen, dass zukünftige Generationen unser digitales Erbe nutzen können, um ihre Geschichte zu verstehen“, sagte Watson weiter.


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