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Facebook erwägt separaten Bereich für Medieninhalte
Wirtschaft 01.04.2019 Aus unserem online-Archiv

Facebook erwägt separaten Bereich für Medieninhalte

Die Medien könnten bei Facebook bald einen anderen Stellenwert erhalten.

Facebook erwägt separaten Bereich für Medieninhalte

Die Medien könnten bei Facebook bald einen anderen Stellenwert erhalten.
Foto: Josh Edelson / AFP
Wirtschaft 01.04.2019 Aus unserem online-Archiv

Facebook erwägt separaten Bereich für Medieninhalte

Im Kampf gegen sogenannte "Fake News" deutete Facebook-CEO Mark Zuckerberg eine mögliche neue Strategie an.

(dpa) - Facebook könnte einen separaten Bereich für Medieninhalte einrichten. Das Online-Netzwerk wolle stärker „hochwertige und vertrauenswürdige News“ hervorheben, sagte Facebook-Chef Mark Zuckerberg in einem am Montag veröffentlichten Gespräch mit dem Springer-Chef Mathias Döpfner. Dabei schloss er auch Lizenzzahlungen an teilnehmende Medienunternehmen nicht aus. Zugleich betonte Zuckerberg, der Plan stehe noch ganz am Anfang und Facebook wolle ihn gemeinsam mit der Branche entwickeln.


(FILES) This illustration file picture shows the US social media Facebook logo displayed on a tablet in Paris on February 17, 2019. - Facebook said March 18, 2019 it would begin directing some of its funds to support US journalism efforts to so-called "news deserts" with little or no media coverage. The leading social network said its Journalism Project Community Network would begin taking proposals in May from areas lacking in local news coverage. Facebook, which has been blamed for accelerating the decline in legacy news organizations, said it is taking the action after its own research confirmed the growing problem of declining local news coverage in many parts of the United States. (Photo by Lionel BONAVENTURE / AFP)
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In Facebooks Einstellung zu Medieninhalten hatte es in den vergangenen Jahren immer wieder Änderungen gegeben. Zunächst wurde das Online-Netzwerk zu einer immer wichtigeren Plattform für Medienunternehmen, um Nutzer zu erreichen. Doch dann wurde Facebook unter anderem im Zuge des US-Präsidentschaftswahlkampf 2016 für die massenhafte Verbreitung gefälschter Nachrichten missbraucht - und musste einräumen, schlecht darauf vorbereitet gewesen zu sein.

Vor gut einem Jahr kündigte Zuckerberg an, Beiträge von Familie und Freunden sollen in den Newsfeeds der Nutzer mehr Gewicht als Medieninhalte erhalten. Die Idee eines abgetrennten Bereichs für Medieninhalte - diesen Weg geht unter anderem der Konkurrent Snapchat - lehnte Facebook damals noch ab.

Döpfner betonte, für Medienunternehmen seien ein funktionierendes Geschäftsmodell und der direkte Zugang zu Nutzern besonders wichtig. Attraktive Konditionen für Verlage würden auch dazu beitragen, dass hochwertige Inhalte auf die Plattform kommen, sagte der Vorstandsvorsitzende des Medienkonzerns Axel Springer. In Anlehnung an die EU-Urheberrechtsreform sprach er an, dass Facebook als Plattform eine Lizenz für Medieninhalte erwerben müsste. Der Facebook-Chef sagte, man werde darüber nachdenken.

Zuckerberg sagte auch, ein Medienbereich könne dem Angebot Facebook Watch für Videos ähnlich sehen. Dabei werden den Nutzern sowohl Inhalte von Seiten, die sie abonnieren, angezeigt - als auch andere populäre Videos. „Alles, was wir machen, wird personalisiert sein“, stellte er zugleich klar. Facebook werde aber keine eigenen Journalisten beschäftigen.


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