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Facebook-Chef Zuckerberg auf dem Grill
Wirtschaft 4 Min. 10.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Facebook-Chef Zuckerberg auf dem Grill

Facebook founder and CEO Mark Zuckerberg arrives to testify during a Senate Commerce, Science and Transportation Committee and Senate Judiciary Committee joint hearing about Facebook on Capitol Hill in Washington, DC, April 10, 2018. / AFP PHOTO / POOL / ALEX BRANDON

Facebook-Chef Zuckerberg auf dem Grill

Facebook founder and CEO Mark Zuckerberg arrives to testify during a Senate Commerce, Science and Transportation Committee and Senate Judiciary Committee joint hearing about Facebook on Capitol Hill in Washington, DC, April 10, 2018. / AFP PHOTO / POOL / ALEX BRANDON
AFP
Wirtschaft 4 Min. 10.04.2018 Aus unserem online-Archiv

Facebook-Chef Zuckerberg auf dem Grill

Im Facebook-Datenskandal hat sich Gründer und Chef Mark Zuckerberg am Dienstag der ersten von zwei Anhörungen im US-Senat gestellt.

(dpa) - Im Facebook-Datenskandal hat sich Gründer und Chef Mark Zuckerberg seiner ersten Anhörung im US-Senat gestellt. Zuckerberg, der für den Auftritt Anzug und Krawatte statt des üblichen grauen T-Shirts und Jeans trug, wurde im Kongress in Washington von Dutzenden Fotografen empfangen. Wie bereits aus seiner vorab veröffentlichten Stellungnahme für die Anhörung hervorging, räumte der 33-jährige Konzernchef Fehler ein und sicherte mehr Datenschutz zu.

Facebook habe das Ausmaß seiner Verantwortung nicht erkannt, sagte Zuckerberg. „Das war ein großer Fehler. Es war mein Fehler.“ Seine größte Priorität sei nach wie vor, die Menschen zu vernetzen - und das werde immer wichtiger sein als die Interessen der Werbekunden, „solange ich Facebook führe“, sagte Zuckerberg. „Ich habe Facebook gestartet, ich führe es, und ich trage die Verantwortung dafür, was hier passiert.“


(FILES) In this file photo taken on November 20, 2017 A picture taken on November 20, 2017 shows logos of US online social media and social networking service Facebook.
Cambridge Analytica is a private company for strategic communication and data analysis at the heart of a scandal over the use of personal data collected on Facebook. A subsidiary of Strategic Communications Laboratories (SCL), Cambridge Analytica (CA) has offices in New York, Washington and London and is directed by Alexander Nix. / AFP PHOTO / LOIC VENANCE
Bis zu 2.645 Luxemburger Nutzer könnten betroffen sein
Der jüngste Facebook-Skandal betrifft auch Nutzer aus Luxemburg. Bis zu 2.645 User könnten laut Facebook betroffen sein.

Der Chef des Handelsausschusses im US-Senat, John Thune, betonte zu Beginn der Anhörung zugleich, dass die Zeit für mehr Regulierung statt einseitiger Zusagen der Unternehmen gekommen sei könnte. Er sei sich nicht sicher, dass Nutzer mit vollem Verständnis der Konsequenzen ihre Daten an die Online-Firmen gäben.

Bei dem aktuellen Datenskandal hatte der Entwickler einer Umfrage-App vor mehr als vier Jahren Informationen von Nutzern unrechtmäßig an die Analyse-Firma Cambridge Analytica weitergereicht, die später unter anderem für das Wahlkampfteam von US-Präsident Donald Trump arbeitete. Dabei ging es nicht nur um die Daten der Umfrage-Teilnehmer, sondern auch um die ihrer Facebook-Freunde.

Nach Einschätzung von Facebook könnten die Daten von bis zu 87 Millionen Nutzern weltweit betroffen sein - darunter potenziell von gut 70 Millionen Amerikanern. In Luxemburg sollen mehr als 2.600 Benutzer betroffen sein.


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Mark Zuckerberg spricht im US-Kongress. Es ist der Höhepunkt seiner wochenlangen Entschuldigungstour nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica, von dem auch rund 2.600 Luxemburger betroffen sein könnten.
WASHINGTON, DC - APRIL 09: Facebook CEO Mark Zuckerberg leaves after a meeting with U.S. Sen. Chuck Grassley (R-IA), chairman of Senate Judiciary Committee, April 9, 2018 on Capitol Hill in Washington, DC. Zuckerberg is scheduled to testify before a few Congressional committees this week on the mass users data Facebook has shared with political operatives.   Alex Wong/Getty Images/AFP
== FOR NEWSPAPERS, INTERNET, TELCOS & TELEVISION USE ONLY ==
Nach dem Datenskandal um Cambridge Analytica ist Facebook-Chef Mark Zuckerberg auf einer wochenlangen Entschuldigungstour. In den nächsten Tagen steht er im US-Kongress Rede und Antwort. Facebook droht dort eine schärfere Regulierung seines Geschäfts.
MENLO PARK, CA - APRIL 05: A protester with the group "Raging Grannies" holds a sign during a demonstration outside of Facebook headquarters on April 5, 2018 in Menlo Park, California. Protesters with the activist group "Raging Grannies" staged a pdemonstration outside of Facebook headquaters calling for better consumer protection and online privacy in the wake of Cambridge Analytica's unauthorized access to up to 87 million Facebook users' data.   Justin Sullivan/Getty Images/AFP
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Mark Zuckerberg macht es sich mit seinen auf ganzseitigen Zeitungsanzeigen geschalteten „Sorry“ ein wenig zu einfach. Das wird angesichts der Dimension des Missbrauchs privater Nutzerdaten nicht reichen, verloren gegangenes Vertrauen wiederherzustellen.
Wohlwollend betrachtet könnte man sagen, dass Facebook Opfer seines Erfolgs geworden ist. Das Grundproblem liegt jedoch im Wandel des Geschäftsmodells.
Sinkende Aktienkurse, fragende Politiker, erboste Nutzer: Das soziale Netzwerk Facebook steht wegen diverser Datenskandale gehörig unter Druck.
Der Facebook-Skandal zeigt: Wer im Netz surft, hat die Kontrolle über seine Daten verloren. Jetzt sind neue Spielregeln für die Bewahrung der Privatsphäre gefragt.
(FILES) In this file photo taken on November 20, 2017 A picture taken on November 20, 2017 shows logos of US online social media and social networking service Facebook.
Cambridge Analytica is a private company for strategic communication and data analysis at the heart of a scandal over the use of personal data collected on Facebook. A subsidiary of Strategic Communications Laboratories (SCL), Cambridge Analytica (CA) has offices in New York, Washington and London and is directed by Alexander Nix. / AFP PHOTO / LOIC VENANCE
Facebook gerät von allen Seiten unter Druck. Jetzt ermitteln auch die US-Aufsichtsbehörde FTC und 37 Bundesstaaten über den Umgang des Konzerns mit privaten Nutzerdaten.
25.03.2018, Großbritannien, London: Das Logo von Facebook spiegelt sich auf einem Smartphone, das auf der Tastatur eines Laptops liegt. (zu dpa "Facebook entschuldigt sich in Zeitungsanzeige für Vertrauensbruch" vom 27.03.2018) Foto: Dominic Lipinski/PA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++