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EY: Alain Kinsch verabschiedet sich mit positiver Bilanz
Wirtschaft 3 Min. 12.10.2020

EY: Alain Kinsch verabschiedet sich mit positiver Bilanz

EY wächst rasant weiter.

EY: Alain Kinsch verabschiedet sich mit positiver Bilanz

EY wächst rasant weiter.
Foto: Chris Karaba
Wirtschaft 3 Min. 12.10.2020

EY: Alain Kinsch verabschiedet sich mit positiver Bilanz

Nadia DI PILLO
Nadia DI PILLO
Nach elf Jahren an der Spitze der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft, verlässt der Manager in zwei Monaten das Unternehmen.

„Außergewöhnlich“. Das passt zur letzten Bilanz, die Alain Kinsch, Country Managing Partner von EY Luxemburg (bis zum 30. Juni 2020), vor seinem Abschied vorlegt. Nach elf Jahren an der Spitze der Prüfungs- und Beratungsgesellschaft, verlässt der Manager in zwei Monaten das Unternehmen. Er verabschiedet sich mit Rekordzahlen. 

Olivier Coekelbergs und Alain Kinsch (l.)
Olivier Coekelbergs und Alain Kinsch (l.)
Chris Karaba

Der Umsatz des Unternehmens stieg im vergangenen Jahr um 13 Prozent. Die erwirtschafteten Nettoumsätze für das zum 30. Juni 2020 abgelaufene Geschäftsjahr belaufen sich auf 263 Millionen Euro. 

Hinter Alain Kinsch liegt ein „außergewöhnliches Jahr, da wir die höchste Wachstumsrate seit 2009 erreicht haben“, sagt er. Die Firma sei kontinuierlich gewachsen, in den letzten fünf Jahren war das Umsatzwachstum von 60 Prozent besonders stark. „Der Erfolg gründet darauf, dass wir den Kundenservice in den Mittelpunkt all unserer Aktivitäten gestellt haben“, sagt Alain Kinsch bei der Präsentation seiner letzten Bilanz. 

Er hinterlässt seinem Nachfolger, dem Belgier Olivier Coekelbergs, ein gut bestelltes Haus – gleichzeitig legt er die Messlatte hoch. In den vergangenen elf Jahren ist das Unternehmen von 100 Millionen Umsatz und 700 Mitarbeitern im Jahr 2009 auf jetzt 263 Millionen Umsatz mit mehr als 1.600 Fachleuten gestiegen. Olivier Coekelbergs fasst die Bilanz seines Vorgängers in einem Wort zusammen: „Exzellenz“. In den vergangenen Monaten hätten Alain Kinsch und er Hand in Hand gearbeitet, um einen reibungslosen Führungswechsel zu gewährleisten. Was konkret nach dem Abschied ansteht, wollte Alain Kinsch nicht verraten.

Unterschiedliche Entwicklung

Sein Nachfolger sagt, er wolle die erfolgreiche Arbeit fortsetzen. Dieser muss nun Antworten finden, wo das künftige Wachstum herkommen soll. Denn: Die Entwicklung fällt in den einzelnen Sparten recht unterschiedlich aus. Die Wirtschaftsprüfungsabteilung bleibt auch dieses Jahr Wachstumstreiber und erzielt mit einer Umsatzsteigerung von 16,5 Prozent ein Rekordjahr. Die traditionnelle Sparte der Steuerabteilung wächst um 12,1 Prozent, die Advisory-Branche muss einen Minus von 7,3 Prozent verkraften. 


Wirtschaft-  EY, Ernst & Young, Business, Finance, Audit, foto: Chris Karaba/Luxemburger Wort
EY wächst deutlich in Luxemburg
Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft EY legt in allen Geschäftsbereichen zu. Besonders die Beratungssparte profitiert von Entwicklungen in der Regulierung und den Unsicherheiten rund um den Brexit.

„Nachdem wir in den vergangenen fünf Jahren mit einem Gesamtwachstum von 83 Prozent jedes Jahr zweistellig gewachsen sind, stellten die vergangenen zwölf Monate eine Herausforderung dar. Einerseits sahen wir eine gewisse Konsolidierung der zahlreichen Investitionen, die wir in den letzten Jahren in unserer Advisory-Abteilung getätigt haben, andererseits ist diese Abteilung diejenige, die am stärksten von den Einsparungen und der Verschiebung von Beratungsprojekten seit April aufgrund von Covid-19 betroffen war“, erklärt Alain Kinsch.

„Ambition 2026“

Seit seiner Übernahme als Country Managing Partner am 1. Juli arbeitet Olivier Coekelbergs an der Umsetzung der „Next Wave Ambition 2026“, dem strategischem Sechsjahresplan für EY Luxemburg. Dieser besteht aus zehn Zielen für die weiteren Geschäftsjahre, darunter unter anderem Marktwachstum, Karrieremöglichkeiten, Kundenorientierung und eine leistungsstarke und geeinte Partnerschaft. 

„Als wir im Jahr 2019 unser Strategieprogramm geplant haben, hatte noch niemand von Covid-19 gehört. Doch das stellt die grundlegenden Ziele unserer Strategie nicht in Frage“, sagt Olivier Coekelbergs. Wichtig sei, dass man sich den aktuellen Entwicklungen schnell anpasse. Wie bei jeder Strategie gelte es, „kurzfristig beweglich zu sein“, um die neuen Herausforderungen zu meistern. So hat das Unternehmen etwa beschlossen, die hohe Zahl von Neueinstellungen beizubehalten. 


Olivier Coekelbergs wird neuer Country Manager bei EY Luxemburg
Der Belgier Olivier Coekelbergs tritt die Nachfolge von Alain Kinsch als Chef von EY Luxemburg an.

Trotz Corona will die Firma zwischen Juli 2020 und Juni 2021 600 neue Mitarbeiter einstellen. Bereits im September und Oktober seien mehr als 330 Mitarbeiter mit unterschiedlichem Hintergrund in die Firma integriert worden. Es gelte nun, die guten Talente mit den entsprechenden technologischen Entwicklungen zu verbinden. „Vor zehn Jahren hat es gereicht, ein gutes Team zu haben. Aber heute braucht man sowohl die besten Talente als auch die modernsten Technologien“, so Olivier Coekelbergs.



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