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Expo2020: Auch Luxemburg spricht sich für eine Verschiebung aus
Wirtschaft 02.04.2020

Expo2020: Auch Luxemburg spricht sich für eine Verschiebung aus

Der Pavillon des Großherzogtums bei der Weltausstellung wird derzeit in Dubai gebaut.

Expo2020: Auch Luxemburg spricht sich für eine Verschiebung aus

Der Pavillon des Großherzogtums bei der Weltausstellung wird derzeit in Dubai gebaut.
Foto: METAFORM architects
Wirtschaft 02.04.2020

Expo2020: Auch Luxemburg spricht sich für eine Verschiebung aus

Mara BILO
Mara BILO
Die internationale Veranstaltung, die eigentlich am 20. Oktober in Dubai starten stollte, wird vermutlich verschoben. Luxemburg setzt sich mit den anderen teilnehmenden Ländern dafür ein, dass die Weltausstellung erst im Oktober 2021 stattfindet. Eine endgültige Entscheidung steht noch aus.

Es waren stolze, bunte Bilder, als vor nur kurzer Zeit eine große Wirtschaftsdelegation aus Luxemburg, an der Spitze Erbgroßherzog Guillaume, in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) unterwegs gewesen ist. Unter anderem auf dem Programm: ein ausführlicher Blick auf die Bauarbeiten am Luxemburger Pavillon für die Weltausstellung Expo 2020.

Nun ist angesichts der weltweit dominierenden Corona-Krise die Zukunft der ganzen Veranstaltung ungewiss. 

Maggy Nagel ist mit dem Luxemburger Pavillon auf der Weltausstellung 2020 in Dubai betraut.
Maggy Nagel ist mit dem Luxemburger Pavillon auf der Weltausstellung 2020 in Dubai betraut.
Foto: Pierre Matgé

Denn: Bei der internationalen Ausstellung, die eigentlich vom 20. Oktober bis zum 10. April 2021 in Dubai stattfinden soll, werden mehr als 25 Millionen Besucher erwartet; allein im Luxemburger Pavillon wird mit täglich bis zu 15.000 Menschen gerechnet. Ein idealer Platz für das grassierende Virus, deshalb jetzt der Kurswechsel: „Luxemburg hat sich mit den anderen an der Weltausstellung teilnehmenden Ländern für eine einjährige Verschiebung der Weltausstellung ausgesprochen“, erklärt die Kommissarin für die Expo 2020, Maggy Nagel, auf Nachfrage. „Wir haben uns verschiedene Szenarien überlegt – eine Verschiebung bis Oktober 2021 ist die beste Lösung.“

Bauarbeiten laufen weiter


ARCHIV - 24.07.2019, Japan, Tokio: Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach (r), und der japanische Premierminister Shinzo Abe nehmen an der "One Year to Go"-Zeremonie für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio teil. (zu dpa: «Bericht: IOC-Präsident Bach und Abe reden über Olympia-Verschiebung») Foto: Rodrigo Reyes Marin/ZUMA Wire/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Olympische Spiele erst 2021
Japans Ministerpräsident Shinzo Abe und IOC-Präsident Thomas Bach sind sich über eine Verlegung der Olympischen Sommerspiele einig.

Denn bei den Überlegungen geht es nicht nur um die Verbreitung des Corona-Virus, auch die pünktliche Fertigstellung der verschiedenen Pavillons und Infrastrukturen in Dubai wird durch die Stilllegung von großen Teilen der Wirtschaft infrage gestellt. „Der Flugverkehr ist teilweise lahmgelegt, damit fehlt das nötige Material, um die Bauarbeiten wie geplant fortzusetzen“, erklärt Nagel. Der Luxemburger Pavillon wäre allerdings trotz Corona-Krise pünktlich zum 20. Oktober fertig geworden, so die Kommissarin.

Ein Bild der Bauarbeiten am Donnerstagnachmittag: Die Bauarbeiten laufen weiter.
Ein Bild der Bauarbeiten am Donnerstagnachmittag: Die Bauarbeiten laufen weiter.
Foto: http://www.luxembourgexpo2020dubai.lu/

In den Emiraten laufen die Bauarbeiten derzeit weiter, am Luxemburger Pavillon auch. „In einem langsameren Rhythmus“, stellt Maggy Nagel fest. „Die Baustellen wurden von der lokalen Regierung noch nicht stillgelegt. Allerdings gelten sehr strenge Schutzmaßnahmen.“

Die endgültige Entscheidung über die mögliche Verschiebung der Weltausstellung liegt beim Bureau International des Expositions (BIE) in Paris; die Expo 2020 wird Thema der nächsten Generalversammlung am 20. April sein. Maggy Nagel geht allerdings davon aus, dass das BIE dem Rat der Länder folgen wird.

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