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Eurostat-Bericht: Eurozone: Höchste Inflation seit über zwei Jahren
Wirtschaft 17.11.2016 Aus unserem online-Archiv

Eurostat-Bericht: Eurozone: Höchste Inflation seit über zwei Jahren

Generell wird die Inflation weiterhin stark durch die Entwicklung der Ölpreise geprägt.

Eurostat-Bericht: Eurozone: Höchste Inflation seit über zwei Jahren

Generell wird die Inflation weiterhin stark durch die Entwicklung der Ölpreise geprägt.
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Wirtschaft 17.11.2016 Aus unserem online-Archiv

Eurostat-Bericht: Eurozone: Höchste Inflation seit über zwei Jahren

Die stärkere Teuerung im Oktober erklärte Eurostat mit einem Preisanstieg in Restaurants und Cafes, bei Mieten sowie bei Tabak. Eurostat bestätigte damit eine erste Schätzung.

(dpa) - In der Eurozone ist die Inflation im Oktober wie erwartet gestiegen und hat den höchsten Stand seit über zwei Jahren erreicht. Die Verbraucherpreise hätten im Jahresvergleich um 0,5 Prozent zugelegt, teilte das Statistikamt Eurostat am Donnerstag mit.

Das ist die höchste Rate seit Juni 2014. Eurostat bestätigte damit wie erwartet eine erste Schätzung. Im September hatte die Teuerung 0,4 Prozent betragen. Im Monatsvergleich stiegen die Verbraucherpreise im Oktober um 0,2 Prozent.

Die stärkere Teuerung im Oktober erklärte Eurostat mit einem Preisanstieg in Restaurants und Cafes, bei Mieten sowie bei Tabak. Dagegen hätten Preisrückgänge unter anderem bei Gas und Gemüse die Inflation gebremst.

Generell wird die Inflation weiterhin stark durch die Entwicklung der Ölpreise geprägt. Im Bereich Energie sind die Preise im Oktober zwar im Jahresvergleich gesunken, aber bei weitem nicht mehr so stark wie in den Sommermonaten.

Die Kernrate der Verbraucherpreise, ohne Berücksichtigung der Preise für Energie und Lebensmittel, legte im Oktober um 0,8 Prozent im Jahresvergleich zu. Auch bei der Kernrate wurde eine erste Schätzung wie erwartet bestätigt.

Die niedrigste Inflationsrate für Oktober meldete Eurostat für Zypern mit minus 1,0 Prozent. Die höchsten jährlichen Raten wurden in Belgien mit 1,9 Prozent und Österreich mit 1,4 Prozent verzeichnet.

Wegen des schwachen allgemeinen Preisauftriebs, der zeitweise sogar ins Minus gerutscht war, hat die EZB ihre Geldpolitik massiv gelockert - ein Vorgehen, das vor allem in Deutschland auf Kritik stößt.


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