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Europäischer Gaspreis steigt um 35 Prozent
Wirtschaft 05.09.2022
Energiemarkt

Europäischer Gaspreis steigt um 35 Prozent

Gazprom hat seine Lieferung über Nord Stream 1 bis auf Weiteres eingestellt.
Energiemarkt

Europäischer Gaspreis steigt um 35 Prozent

Gazprom hat seine Lieferung über Nord Stream 1 bis auf Weiteres eingestellt.
Foto: DR
Wirtschaft 05.09.2022
Energiemarkt

Europäischer Gaspreis steigt um 35 Prozent

Der anhaltende Stopp der Gaslieferungen über Nord-Stream 1 sorgt für Unruhen auf dem Markt.

(Bloomberg) – Nach dem Komplettstopp der russischen Lieferungen über die Nord-Stream-Pipeline haben sich die europäischen Benchmark-Gasfutures am Montagmorgen um bis zu 35 Prozent verteuert. 

„In Anbetracht der knappen Gasversorgung kann man nicht ausschließen, dass es in diesem Winter je nach Wetterlage zu obligatorischen Gasbeschränkungen für nicht lebensnotwendige Industrien oder sogar zu ‚rollenden Gasabschaltungen‘ kommt“, hieß es dazu in einer Analyse von JPMorgan. Laut Goldman Sachs Group Inc. könnten sich die europäischen Gaspreise nach Russlands Schritt den Höchstständen vom August nähern. 

Preisdeckelung für Gas wird erwartet

Die Europäische Union wird am Freitag Maßnahmen erörtern, um angesichts der vollständigen Unterbrechung der russischen Gaslieferungen über die Nord-Stream-Pipeline die ausufernden Energiepreise im Zaum zu halten. Laut einem Bloomberg vorliegenden Dokumentenentwurf soll es dabei unter anderem um Preisobergrenzen für Erdgas und die Aussetzung des Handels mit Stromderivaten gehen. 


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Die Tripartite sucht ab dem 18. September nach Lösungen, um angesichts hoher Lebenshaltungskosten Arbeitsplätze und Kaufkraft zu erhalten.

Deutschland plant ein 65 Milliarden Euro schweres Entlastungspaket für Haushalte und Unternehmen. Vorgesehen ist dabei auch, einen Preisdeckel für Stromerzeuger einzuführen, die für die Stromproduktion nicht auf das derzeit sehr teure Gas angewiesen sind. Schweden und Finnland haben am Wochenende Stützungsmaßnahmen für Versorger auf den Weg gebracht, um einen „Lehman-Brothers“-Moment im Sektor zu vermeiden. 

Euro verliert weiter an Wert

Der niederländische Gas-Terminkontrakt für die Lieferung im nächsten Monat notierte zuletzt 26 Prozent höher bei 270 Euro pro Megawattstunde. Vergangene Woche war die Notierung um 37 Prozent gesunken.

Auch der Euro rutschte ab. Die politischen Entscheidungsträger überlegen nun, wie sie die Nachfrage drastisch eindämmen und gleichzeitig verhindern können, dass wilde Marktschwankungen in eine breitere finanzielle Störung münden.

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