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Eurogruppe: Gramegna hat Chancen auf den Vorsitz
Wirtschaft 05.02.2020

Eurogruppe: Gramegna hat Chancen auf den Vorsitz

Pierre Gramegna ist mittlerweile einer der dienstältesten Finanzminister Europas. Diese Erfahrung käme ihm als Chef der Eurogruppe zugute.

Eurogruppe: Gramegna hat Chancen auf den Vorsitz

Pierre Gramegna ist mittlerweile einer der dienstältesten Finanzminister Europas. Diese Erfahrung käme ihm als Chef der Eurogruppe zugute.
Foto: Anouk Antony
Wirtschaft 05.02.2020

Eurogruppe: Gramegna hat Chancen auf den Vorsitz

Pierre LEYERS
Pierre LEYERS
Im Sommer endet das Mandat des Portugiesen Mario Centeno an der Spitze der Eurogruppe. Ernste Chancen auf seine Nachfolge werden der spanischen Finanzministerin Nadia Calvino ausgerechnet. Ebenfalls gut im Rennen ist ihr Luxemburger Amtskollege Pierre Gramegna.

Noch ist nichts offiziell, aber hinter den Kulissen ist das Rennen um den Posten des Präsident der Euro-Gruppe schon eröffnet.

Seit 2017 leitet der Portugiese Mario Centeno die Treffen der Finanzminister der 19 Staaten, welche die Gemeinschaftswährung eingeführt haben. Am 13. Juli 2020 endet sein zweieinhalbjähriges Mandat. Ob er für eine zweite Amtszeit antreten wird, ist derzeit ungewiss. 


European Commissioner for Economic and Financial Affairs, Taxation and Customs Pierre Moscovici (L) talks with Greek Finance Minister Euclid Tsakalotos (R) at the start of an Eurogroup meeting at the EU headquarters in Brussels on December 3, 2018. (Photo by JOHN THYS / AFP)
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Centeno gilt als aussichtsreicher Kandidat für den Posten des Gouverneurs der portugiesischen Zentralbank, auf den Premierminister Antonio Costa ihn im Juni berufen könnte. Angesichts dieser Unklarheit hat der Wettbewerb um seine Nachfolge schon begonnen.

 Als Favoritin gilt die spanische Wirtschaftsministerin Nadia Calvino. Sie war Spitzenbeamtin in der EU-Kommission, bevor sie Mitte 2018 in die spanische Regierung wechselte. Mit Calvino als Euro-Gruppen-Chefin würde die sozialistische Parteienfamilie weiterhin einen Spitzenposten besetzen. 


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Die Liberalen könnten aber einen eigenen Kandidaten ins Spiel bringen, mit dem Argument, dass schon zu viele EU-Spitzenämter von Südeuropäern besetzt sind. Finanzminister Pierre Gramegna werden in diesem Fall gute Chancen eingeräumt. Für Gramegna spricht seine lange Erfahrung und auch die Tatsache, dass er aus einem kleinen, eher unparteiischen Land stammt. 

Pierre Gramegna war schon im Januar 2017 offizieller Kandidat für den Posten des Euro-Gruppen-Chefs. Damals konnte er sich jedoch nicht gegen seinen portugiesischen Mitbewerber durchsetzen.


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