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EU-Vorschlag: Quote für E-Autos könnte Wirklichkeit werden
Kanzlerkandidat Martin Schulz will sich für eine Quote bei Elektroautos stark machen.

EU-Vorschlag: Quote für E-Autos könnte Wirklichkeit werden

Foto: Lex Kleren
Kanzlerkandidat Martin Schulz will sich für eine Quote bei Elektroautos stark machen.
Wirtschaft 11.08.2017

EU-Vorschlag: Quote für E-Autos könnte Wirklichkeit werden

Die deutsche Umweltministerin und Kanzlerkandidat Martin Schulz sprechen sich für eine Quote für Elektroautos in Europa aus. Kanzlerin Angela Merkel hält sich bedeckt.

(dpa) - Die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks hat die Vorschläge von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz für eine Quote für Elektroautos in Europa begrüßt.

„Die Einführung einer Elektromobilitätsquote in der EU ist richtig und wird uns endlich auf Zukunftskurs bringen. Ich bin sicher, dass die Kommission einen Vorschlag für die künftigen CO2-Grenzwerte vorlegen wird, in dem auch eine E-Quote enthalten sein wird“, sagte die SPD-Politikerin am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Anders seien die Klimaschutzziele in der EU für den Verkehr gar nicht zu erreichen.

Die Automobilbranche soll verstärkt auf die Produktion von E-Autos setzen.
Die Automobilbranche soll verstärkt auf die Produktion von E-Autos setzen.
Foto: Daimler AG

Schulz' Fünf-Punkte-Plan zur Zukunft des Autos, über den zunächst die „Süddeutsche Zeitung“ berichtete, bestätige alle ihre Forderungen, sagte Hendricks. „Nachrüstungen auch über Software-Updates hinaus, Trennung von Typgenehmigung und Kontrollen in zwei Behörden und vor allem die konsequente Ausrichtung auf Elektromobilität.“ Anfang September sei darüber ein Gespräch mit dem französischen Umweltministerium geplant.

Die deutsche Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries (SPD) teilte mit, eine E-Auto-Quote in der EU könnte den Druck auf die Hersteller erhöhen, „bedarfsgerechte Elektro-Autos anzubieten.“ Bei einem zweiten Dieselgipfel im Herbst würden die Fortschritte bei den Autobauern überprüft, um den Druck aufrecht zu erhalten.

Kanzlerin will sich nicht festlegen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) legt sich in der Debatte um eine europaweite Quote für Elektroautos noch nicht fest. Der entsprechenden Forderung ihres SPD-Herausforderers Martin Schulz schloss sie sich am Freitag zunächst nicht an - ließ aber auch nicht widersprechen.

Jeder Vorschlag, der mehr Dynamik beim Ausbau der E-Mobilität zum Ziel habe, sei „erst einmal willkommen“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. „Auch wenn ich für die Bundesregierung solch eine Forderung nicht vorbringe.“

Deutschland habe ehrgeizige eigene Ziele, von denen man noch „ein gutes Stück entfernt“ sei. Die Bundesregierung stehe aber zu dem Ziel von einer Million Elektroautos auf deutschen Straßen bis 2020.

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