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EU präsentiert Sicherheitsempfehlungen für neuen 5G-Mobilfunkstandard
Wirtschaft 26.03.2019

EU präsentiert Sicherheitsempfehlungen für neuen 5G-Mobilfunkstandard

In Luxemburg laufen die Vorbereitungen für den Aufbau des 5G-Netzes auf Hochtouren.

EU präsentiert Sicherheitsempfehlungen für neuen 5G-Mobilfunkstandard

In Luxemburg laufen die Vorbereitungen für den Aufbau des 5G-Netzes auf Hochtouren.
Foto: AFP
Wirtschaft 26.03.2019

EU präsentiert Sicherheitsempfehlungen für neuen 5G-Mobilfunkstandard

Die EU-Kommission pocht wegen möglicher Gefahren durch chinesische Technologie beim Aufbau des superschnellen Mobilfunkstandards der fünften Generation 5G auf ein europaweit abgestimmtes Vorgehen.

(dpa/mbb) - Die Europäische Kommission hat am Dienstag Sicherheitsempfehlungen für den neuen 5G-Mobilfunkstandard vorgestellt.

Die EU-Staaten sollten mit Blick auf die 5G-Infrastruktur zunächst bis Ende Juni jeweils nationale Risikoanalysen erstellen, erklärte die EU-Kommission. Auf dieser Basis sollten die Länder dann ihre Sicherheitsanforderungen an die Netzwerk-Anbieter überarbeiten – vor allem für öffentliche Netzwerke. Die EU-Staaten sollten untereinander Informationen austauschen, um bis Oktober mit Unterstützung der EU-Kommission eine europaweite Risikoanalyse zu erstellen.


(FILES) In this file photo taken on February 27, 2019 A 5G sign is displayed at the Mobile World Congress (MWC) in Barcelona on February 27, 2019. - Phone makers will focus on foldable screens and the introduction of blazing fast 5G wireless networks at the world's biggest mobile fair as they try to reverse a decline in sales of smartphones. (Photo by Josep LAGO / AFP)
Doppel-Spiel
Besser spät als nie: Am Dienstag hat die Europäische Kommission ihre Sicherheitsempfehlungen für den neuen 5G-Mobilfunkstandard vorgestellt.

Auf deren Grundlage sollten dann einheitliche Sicherheitsstandards und -tests beschlossen werden. EU-Staaten hätten letztlich das Recht, Firmen vom 5G-Markt auszuschließen, wenn sie die nationale Sicherheit gefährdet sähen, betonte die EU-Kommission.

Bei den Plänen der Brüsseler Behörde geht es also nicht darum, die Teilnahme von chinesischen Konzernen an den europäischen Ausschreibungen der für den Aufbau des 5G-Netzes benötigten Frequenzbänder von vornherein zu untersagen – wie etwa in den USA oder Australien –, sondern den Informationsaustausch zwischen den Mitgliedstaaten zu fördern.

Huawei im Visier

Zuletzt wurde diskutiert, ob sich chinesische Unternehmen wie der Telekommunikationsgigant Huawei am Aufbau des 5G-Netzes beteiligen dürfen. Die Sorge ist, dass über technische Möglichkeiten Informationen abgefangen werden. Dabei stand eine Drohung der USA im Raum, dass Geheimdienstinformationen nicht mehr ausgetauscht werden könnten, wenn Huawei oder andere chinesische Anbieter beim Aufbau des 5G-Netzes in Deutschland beispielsweise beteiligt würden. Neben Huawei setzen vor allem der finnische Nokia-Konzern sowie Ericsson aus Schweden Hoffnungen auf Marktanteile bei der neuen Netzinfrastruktur.


ARCHIV - 26.04.2018, Mecklenburg-Vorpommern, Born: Ein Mast mit verschiedenen Antennen von Mobilfunkanbietern. (zu dpa «Mobilfunkstandard 5G zwischen Visionen und Machbarkeit") Foto: Jens Büttner/ZB/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
5G: Das schnelle Internet steht in Luxemburg in den Startlöchern
Seit Monaten wird über das superschnelle Mobilfunknetz der fünften Generation 5G diskutiert – in Luxemburg wird die öffentliche Konsultation für die Vergabe der Frequenzen Ende März oder Anfang April gestartet.

In Luxemburg laufen derzeit die Vorbereitungen für den Aufbau des superschnellen Mobilfunknetzes auf Hochtouren; in wenigen Tagen sollte eine öffentliche Konsultation vom „Institut luxembourgeois de régulation“ (ILR) starten. Daran werden sich die verschiedenen Betreiber, die hierzulande vertreten sind, beteiligen können. Mit welchen Netzausrüstern die Betreiber künftig arbeiten werden, ist allerdings noch nicht bekannt. Die chinesische Firma Huawei hatte dem „Luxemburger Wort“ gegenüber bestätigt, seine Präsenz in Luxemburg ausbauen zu wollen und am luxemburgischen Markt interessiert zu sein.


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