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EU weiter über Maßnahmen gegen hohe Energiepreise gespalten
Wirtschaft 26.10.2021
Sondertreffen in Luxemburg

EU weiter über Maßnahmen gegen hohe Energiepreise gespalten

Die Energiepreise nicht nur in Europa steigen immer höher - Maßnahmen, dem entgegenzuwirken, diskutieren die EU-Energieminister in Luxemburg.
Sondertreffen in Luxemburg

EU weiter über Maßnahmen gegen hohe Energiepreise gespalten

Die Energiepreise nicht nur in Europa steigen immer höher - Maßnahmen, dem entgegenzuwirken, diskutieren die EU-Energieminister in Luxemburg.
Foto: dpa/LW-Archiv
Wirtschaft 26.10.2021
Sondertreffen in Luxemburg

EU weiter über Maßnahmen gegen hohe Energiepreise gespalten

Die einen fordern eine Reform des Strom- und Gasmarktes - andere wie Luxemburgs Energieminister Claude Turmes wollen eine bessere europäische Vernetzung.

(dpa) - Die EU-Energieminister sind sich über europäische Maßnahmen gegen die gestiegenen Energiepreise weiter uneins. „Es ist ein besonders wichtiges Problem für Europa, mitten im wirtschaftlichen Aufschwung, für das man außergewöhnliche Lösungen finden muss“, sagte die spanische Energie-Staatssekretärin Sara Aagesen Muñoz vor einem Sondertreffen am Dienstag.

Spanien fordert unter anderem eine Reform des Strom- und Gasmarktes. Der luxemburgische Energieminister Claude Turmes plädierte hingegen für nationale Notfallmaßnahmen. Die Energieminister und Staatssekretäre wollen in Luxemburg besprechen, was langfristig gegen Preisschwankungen getan werden kann.

Spanien will das System überarbeiten, wie die Preise auf dem Großhandelsmarkt für Strom entstehen. So erhofft sich Madrid, dass der Strompreis vom stark gestiegenen Gaspreis weniger abhängig ist. Dann könnten Verbraucher die Vorteile eines nachhaltigen Energiemixes auch spüren, sagte Aagesen. Spanien schlägt auch einen gemeinsamen Kauf und die Lagerung von Gas vor.

Frankreich und andere südeuropäische Länder hatten diese Vorschläge zuletzt unterstützt.

Länder wie Deutschland oder Luxemburg setzen hingegen auf marktwirtschaftliche Lösungen. In einem Papier hatten sie sich mit sieben anderen gegen eine Reform des Strommarktes ausgesprochen. Stattdessen müsse man die europäischen Energiemärkte besser verbinden und in erneuerbare Energien investieren, sagte Turmes. Der deutsche Staatssekretär Andreas Feicht erklärte: „Ein beschleunigter Ausbau der erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz werden die Importabhängigkeit der EU reduzieren und gleichzeitig einen wertvollen Beitrag zur Dekarbonisierung unserer Wirtschaft leisten.“    

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