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EU-Kommission senkt Konjunkturprognose für Luxemburg
Der zuständige Kommissar Pierre Moscovici hat die Einschätzungen der Brüsseler Behörde verkündet.

EU-Kommission senkt Konjunkturprognose für Luxemburg

AFP
Der zuständige Kommissar Pierre Moscovici hat die Einschätzungen der Brüsseler Behörde verkündet.
Wirtschaft 07.02.2019

EU-Kommission senkt Konjunkturprognose für Luxemburg

Nadia DI PILLO
Nadia DI PILLO
Die EU-Kommission rechnet angesichts zahlreicher Probleme in den größten europäischen Volkswirtschaften mit einem deutlich schwächeren Wirtschaftswachstum.

Für Luxemburg erwartet die EU-Kommission 2019 ein Wachstum von 2,5 Prozent. "Während die Rahmenbedingungen für den Privatkonsum und die Investitionen derzeit noch günstig sind, könnte eine weitere Schwäche aufgrund des schwindenden Verbrauchervertrauens zu einem geringeren Wachstum der Inlandsnachfrage führen", erklärt die Brüsseler Behörde am Donnerstag.

Im November 2018 ging die europäische Institution noch von einem Wachstum von drei Prozent aus.

Die EU-Kommission ist derzeit weniger optimistisch als die Luxemburger Statistikbehörde, die von drei Prozent Wachstum ausgeht.

Im Jahr 2020 wird das Luxemburger Bruttoinlandsprodukt (BIP) laut EU-Kommission um 2,6 Prozent zunehmen.

Deutlich schwächeres Wachstum in der Eurozone

Die EU-Kommission rechnet angesichts zahlreicher Probleme in den größten europäischen Volkswirtschaften mit einem deutlich schwächeren Wirtschaftswachstum. Das Bruttoinlandsprodukt werde 2019 in den 19 Staaten der Eurozone um 1,3 Prozent zunehmen, erklärt die Brüsseler Behörde. Im Herbst war sie noch von 1,9 Prozent ausgegangen. Grund seien vor allem getrübte Ausblicke in Deutschland, Italien und auch Frankreich. Die Prognose sei zudem wegen internationaler Spannungen und einem drohenden chaotischen Brexit mit erheblichen Unsicherheiten behaftet.

„Sämtliche EU-Staaten werden weiterhin wachsen, das bedeutet mehr Jobs und Wohlstand“, sagte der zuständige EU-Kommissar Valdis Dombrovskis. Es gebe jedoch zunehmende globale Handelsunsicherheiten und Probleme innerhalb der einzelnen EU-Staaten.

Soziale Spannungen und Unsicherheiten über nationale Staatsausgaben hätten bereits zuletzt in einigen Staaten zu schwächerer Wirtschaftstätigkeit geführt, erklärt die EU-Kommission weiter. In Deutschland hätten ein schwächerer Export sowie getrübte Verbraucherstimmung zu schwächerem Wachstum geführt. Für die Bundesrepublik erwartet die EU-Kommission 2019 nun ein Wachstum von 1,1 Prozent, im Herbst war sie noch von 1,8 Prozent ausgegangen.


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