Wählen Sie Ihre Nachrichten​

EU-Automarkt sackt weiter ab
Wirtschaft 18.01.2022
Chipmangel

EU-Automarkt sackt weiter ab

Der französische Autobauer Renault hat im vergangenen Jahr konzernweit knapp 2,7 Millionen Autos verkauft - und damit einen Rückgang um 4,5 Prozent verzeichnet. Ähnlich ist es bei anderen Autobauern.
Chipmangel

EU-Automarkt sackt weiter ab

Der französische Autobauer Renault hat im vergangenen Jahr konzernweit knapp 2,7 Millionen Autos verkauft - und damit einen Rückgang um 4,5 Prozent verzeichnet. Ähnlich ist es bei anderen Autobauern.
Foto: AFP
Wirtschaft 18.01.2022
Chipmangel

EU-Automarkt sackt weiter ab

2021 wurden in Luxemburg so wie in der Europäischen Union noch weniger Autos neu zugelassen als im Coronajahr 2020.

(MeM/dpa) - Im Dezember wurden mit 3.232 Fahrzeugen in Luxemburg 3,7 Prozent weniger Autos neu zugelassen als im letzten Monat des Vorjahres. Von Januar bis Dezember waren es insgesamt 1,8 Prozent weniger Fahrzeuge. Das ging aus den am Dienstag veröffentlichten Daten des europäischen Branchenverbands Acea hervor.

Ähnlich war es in der gesamten Europäischen Union: Im vergangenen Jahr wurden hier insgesamt weniger neue Autos zugelassen als im Corona-Krisenjahr 2020. Die Zahl der Neuzulassungen sank um 2,4 Prozent auf 9,7 Millionen Autos.

Vor allem in der zweiten Jahreshälfte 2021 belastete der weltweite Mangel an Mikrochips die Autobauer schwer, als bei zahlreichen Herstellern die Produktion zeitweise ins Stocken geriet. Marktführer Volkswagen musste Einbußen hinnehmen, Daimler rutschte um 12,4 Prozent ins Minus.


ARCHIV - 08.06.2021, Sachsen, Dresden: Mitarbeiter von Volkswagen montieren in der Gläsernen Manufaktur von Volkswagen bei der sogenannten «Hochzeit» die Karosserie und den Antriebsstrang eines VW ID.3. Der Mangel an Halbleitern könnte nach einer aktuellen Studie in der Autoindustrie zu einem Produktionsausfall von rund fünf Millionen Fahrzeugen in diesem Jahr führen. (Zu dpa «Studie: Fünf Millionen Neuwagen weniger durch Chipmangel») Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbild/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Produktionsstopp wegen Chipmangel
Daimler setzt die Produktion in Sindelfingen aus: Weniger Autos, die hergestellt werden, bedeutet auch weniger Produktion für die Zulieferer.

Unter den vier größten Märkten innerhalb der EU fielen die Zahlen nur in Deutschland, hier gab es bei den Neuzulassungen ein Minus von rund zehn Prozent. In Spanien und Frankreich legten sie immerhin leicht zu, in Italien sogar um 5,5 Prozent. Insgesamt wurden in der EU 3,3 Millionen Fahrzeuge weniger zugelassen als im Vor-Corona-Jahr 2019.

Die Wucht des Chipmangels wird mit Blick auf die Dezember-Daten besonders deutlich: In der gesamten EU wurden nur knapp 800.000 Autos neu zugelassen, ein Minus von 22,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Es war bereits der sechste Rückgang in Folge. Die größten Märkte verzeichneten allesamt prozentual zweistellige Verluste, in Deutschland fielen die Neuzulassungen um mehr als ein Viertel. Unter den Herstellern hatte vor allem der VW-Konzern zu kämpfen, dessen Stammmarke im Dezember um rund 40 Prozent einbrach.    

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Die Luxemburger haben im Januar deutlich weniger Autos gekauft. Die Zahl der Automobil-Neuzulassungen schrumpfte um 6,1 Prozent. Der Trend in der Europäischen Union läuft insgesamt in die andere Richtung: der Absatz kletterte um 6,7 Prozent.
Mit 3205 verkauften Autos sank der Neuwagenabsatz im Januar um 6,1 Prozent unter den Vorjahreswert. 
(Foto: Anouk Antony)