Wählen Sie Ihre Nachrichten​

Es geht weiter bergauf
Wirtschaft 2 Min. 17.02.2017 Aus unserem online-Archiv
Büroimmobilien in Luxemburg

Es geht weiter bergauf

Der Atrium Business Park in Bartringen.
Büroimmobilien in Luxemburg

Es geht weiter bergauf

Der Atrium Business Park in Bartringen.
Foto: Pierre Matgé
Wirtschaft 2 Min. 17.02.2017 Aus unserem online-Archiv
Büroimmobilien in Luxemburg

Es geht weiter bergauf

Inowai stellte die Jahresbilanz für 2016 vor. Die fällt zwar etwas schwächer aus als noch 
im Jahr zuvor – doch das hat der Immobiliengesellschaft zufolge 
einen ganz bestimmten Grund.

Die Büroimmobilienbranche in Luxemburg hat seit ein paar Jahren einen Lauf. Das spürt auch die Immobilienagentur Inowai – und zieht für das Geschäftsjahr 2016 wieder eine positive Bilanz. Die Agentur hat aktuelle Zahlen in der Chambre de Commerce in Kirchberg vorgestellt. „Der Markt bleibt weiterhin stabil“, resümiert es Jean-Marie In, Head of Industrial & Retail Belux bei Inowai.

Während man sich allgemein zufrieden zeigt, fällt eines aber negativ auf: Die Anzahl der vermieteten Büroflächen ist im Vergleich zu 2015 drastisch gesunken. Waren damals noch 308 754 Quadratmeter der Büroflächen belegt, ist die Zahl für 2016 zurückgegangen. Für vergangenes Jahr liegt die Zahl bei nur noch 216 060, ein Rückgang also von 92,694 Quadratmetern.

2016 – ein „hervorragendes Jahr“

Büroleiter Julien Pillot erklärt dieses Phänomen wie folgt: „2015 war einfach außergewöhnlich und es waren extrem viele Flächen belegt. Damals hat die Universität die neuen Räumlichkeiten in Belval bezogen. Alleine das waren 73 000 Quadratmeter“, so der Experte. Ziehe man dieses ungewohnt große Projekt von der Vorjahresbilanz ab, würden 2015 und 2016 unterm Strich fast gleich gut ausfallen.

Deshalb spricht Pillot bei der Bilanz von 2016 auch von einem „hervorragendem Jahr“ – und erklärt weiter: „Seit drei Jahren in Folge sind immer über 200 000 Quadratmeter der Büroflächen belegt. Das gab es zuvor noch nie.“

Aktuell stehen hingegen 208 000 Quadratmeter leer, das sind nur 5,39 Prozent der Gesamtfläche an Büroimmobilien im Großherzogtum. Am teuersten ist dabei immer noch das Stadtzentrum: Pro Quadratmeter zahle man am Boulevard Royal pro Monat etwa 50 Euro, so Julien Pillot.

Beliebt bei großen Unternehmen

Für den Immobilienboom in Bezug auf Büros hat Pillot eine einfache Erklärung: „In den vergangenen Jahren wurden besonders viele Bauten von Unternehmen oder Behörden in Auftrag gegeben, die in Luxemburg einen Sitz haben wollen. Sei es KPMG, EY, oder auch noch die Europäische Investitionsbank (BEI).“

Insgesamt konnte Inowai 2016 233 Immobilientransaktionen abwickeln. 2015 waren es mit 263 etwas mehr. Doch auch im vergangenen Jahr (wie bereits 2015) wurden wieder über eine Milliarde Euro in Büroimmobilien investiert.

Zu den größten Abwicklungen für 2016 gehören der Atrium Business Park in Bartringen (mit Firmen wie Citi Bank, Delphi, Sodexo oder Zurich), Serenity in Strassen (hier befinden sich unter anderem Altran, Altus Group oder GBL) oder auch noch der Gebäudekomplex auf dem Place de l'Etoile, der aktuell in Planung ist. Dieser soll spätestens 2025 fertiggestellt werden. Und dann sollen auch hier Unternehmen neue Büroflächen beziehen können.

Folgen Sie uns auf Facebook, Twitter und Instagram und abonnieren Sie unseren Newsletter.


Lesen Sie mehr zu diesem Thema

Einige Faktoren des Luxemburger Immobilienmarktes bleiben immer gleich: Die Preise steigen und die Nachfrage wird bei Weitem nicht gedeckt. Und doch ist der heimische Markt im Wandel.
Inauguration  nouveau Terminal Intermodal Bettembourg-Dudelange, Foto Lex Kleren
Amazon zieht jetzt auch nach Kirchberg - und mietet dort Büroflächen in gleich drei Gebäuden. Die EU-Headquarters des Versandhändlers bleiben aber in Clausen.
Amazon EU headquarters in Luxembourg, located in Clausen.
Der Büroimmobilienmarkt verzeichnet 2016 keine wesentlichen Veränderungen. Allerdings zeichnen sich Trends in Richtung Bahnhofsviertel und Cloche d'Or ab.